ÖSV-Springerteam ist zweigeteilt: Erster "Tross" reiste am Mittwoch nach Pragelato!

Koch, Höllwarth und Loitz bezogen schon Quartier Morgenstern, Kofler, Widhölzl trainierten in Villach

In zwei Etappen reisen Österreichs Skispringer zu den XX. Olympischen Winterspielen nach Pragelato. Am Mittwochnachmittag begaben sich Martin Koch, Martin Höllwarth und Wolfgang Loitzl auf den Weg, erst einen Tag später reisen Thomas Morgenstern, Andreas Kofler und Andreas Widhölzl an. Für die drei Letztgenannten hieß es am Mittwoch und Donnerstag noch "Schanze frei", das Trio trainierte mit Cheftrainer Alex Pointner in Villach.

Auch die ÖSV-Adler, die am vergangenen Wochenende in Willingen endlich ihren ersten Saisonsieg (Doppelerfolg durch Kofler und Morgenstern) gefeiert haben, fiebern natürlich dem Saisonhöhepunkt schon entgegen. "Wir haben am Dienstag noch sportmotorische Tests sowie ein Konditionsprogramm absolviert. Hier im sonnigen Villach haben wir beste Verhältnisse, die 60er und 90er-Schanze sind perfekt hergerichtet", berichtete Pointner.

Im Mittelpunkt steht freilich das Gewöhnen an kleinere Verhältnisse, der erste Bewerb am Sonntag (18:00) geht ja vom kleinen Bakken in Szene. Mit Sprüngen auf der 60-m-"Mini"-Schanze macht Pointner seine Athleten quasi wieder heiß auf die Normalschanze, von der es schon seit einigen Jahren im Weltcup keine Konkurrenzen mehr gibt.

"Bei Widhölzl wird das Pensum sicher höher sein, als bei Kofler und Morgenstern", sagte Pointner. Widhölzl hatte zuletzt in Willingen nicht rechtlos überzeugt.

Springer wohnen nicht im Olympischen Dorf
Das ÖSV-Springer-Team wohnt übrigens nicht im Olympischen Dorf, sondern etwa 10 km unterhalb von Pragelato. "Dort sind wir bestens bedient, wir waren schon zweimal dort, da fühlen wir uns in den zwei Wochen sicher wohl", weiß Pointner. Die Mischung aus Herberge und Hotel ist klein, rustikal, aber gemütlich. Die Inhaber fühlen sich der "slow-food"-Bewegung angehörig, die Produkte werden direkt bezogen, die ÖSV-Adler werden also bestens verköstigt.

Man wohnt bewusst etwas unterhalb der Höhenlage der Schanzen, da man mit dem Gegenteil vor vier Jahren in Salt Lake City keine guten Erfahrungen gemacht hat. Damals wohnte das Team doch recht deutlich über dem Schauplatz selbst.

(apa)