Österreich bei Online-Banking im Mittelfeld:
Nordeuropäische Länder führen Ranking an

Finnland, Norwegen & Estland liegen ganz klar vorne Sicherheitsbedenken Haupthindernis für Verbreitung

Österreich bei Online-Banking im Mittelfeld:
Nordeuropäische Länder führen Ranking an © Bild: FORMAT

Die Nutzung von Online-Banking ist in Europa äußerst unterschiedlich. Während in Finnland, Norwegen und Estland 70 bis 80 Prozent der Internetuser ihre finanziellen Transaktionen online abwickeln, sind es in Rumänien, Bulgarien und Griechenland weniger als 10 Prozent. Die EU-25-Länder liegen mit 36 Prozent deutlich hinter den USA (44 Prozent), Österreich mit 30 bis 40 Prozent im Mittelfeld.

Generell könne festgestellt werden, dass die Nutzung von Online- Banking von Norden nach Süden und von reichen zu ärmeren Ländern abnimmt. Die elektronische Abwicklung geht laut einer aktuellen Analyse der Deutsche Bank Research häufig, aber nicht immer zu Lasten von Filialbesuchen: In Frankreich und Italien gibt es in beiden Bereichen eine Zunahme, die Niederländer, Schweden und Deutschen suchen dagegen seltener als früher ihre Bank vor Ort auf. Insgesamt erhöht der Bildungsgrad die Wahrscheinlichkeit, dass finanzielle Transaktionen online abgewickelt werden.

Sicherheitsbedenken als Haupthindernis
Als Hindernis für Online-Banking werden - wenig überraschend - vor allem Sicherheitsbedenken genannt. Wenig Unterschiede gibt es bei der Verbreitung von Online-Shopping und Online-Banking. Wer im Internet einkauft, erledigt auch gleich seine finanziellen Angelegenheiten, so Deutsche Bank Research. In Deutschland und Großbritannien steht E-Commerce allerdings höher im Kurs als die Online-Banking-Nutzung suggerieren würde, während es bei den nordischen Ländern genau umgekehrt ist.

Auch viele ältere Menschen nutzen Online-Banking
Ein weiteres Ergebnis stellt den so genannten Silver Surfers ein fortschrittliches Zeugnis aus: Der Anteil der Internetuser, die ihre Finanzen elektronisch verwalten, nimmt mit dem Alter praktisch nicht ab. Bei den 25- bis 34-Jährigen sind es rund 42 Prozent, bei den 45 bis 54-Jährigen 37 Prozent. Personen zwischen 65 und 74 Jahren nutzen bereits wieder zu 41 Prozent Online-Banking. (APA/red)