Finanzministerin Fekter will die Staatsholding ÖIAG stark aufwerten. So soll auch das Management jener Banken, an denen der Bund beteiligt ist, an die ÖIAG übertragen werden, erklärte sie. "So lange ich verantwortlich bin, wird es keine Abschaffung der ÖIAG geben. Im Gegenteil: Ich bin für eine Aufwertung der ÖIAG", so Fekter gegenüber einer österreichischen Tageszeitung.
Die Ministerin will das Beteiligungsmanagement auf weitere staatsnahe Firmen ausweiten: "Ich kann mir vorstellen, dass die ÖIAG all diese Krisenbanken, an denen der Bund Anteile übernommen hat, managt. Zum Beispiel könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass wir unsere Beteiligung an der Hypo Alpe Adria an die ÖIAG übertragen", erklärte die Ressortchefin. Wie bereits bekannt, will Fekter auch ÖBB, Asfinag und die staatlichen Anteile am Verbund in die Staatsholding einbringen.
Koalitionspartner sieht das anders
Ganz anders sieht dies hingegen der Koalitionspartner. Ginge es nach Bundeskanzler Faymann, wäre die ÖIAG bald Geschichte. Die Verantwortung für die Staatsanteile an OMV, Telekom Austria und Post sollten demnach an die Ministerien übergeben werden - diese Überlegung hatte die Finanzministerin umgehend als "vorgestriges Ansinnen" bezeichnet. Fekters Parteikollege Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner dachte unlängst über die Abschaffung der Staatsholding nach.