ÖBB wird die Tarife für Zugtickets erhöhen:
Opposition kritisiert Preissteigerungspläne

AK-Chef Tumpel will Ausnahmeregelung für Pendler Faymann & Bures hatten Verteuerung angekündigt

ÖBB wird die Tarife für Zugtickets erhöhen:
Opposition kritisiert Preissteigerungspläne © Bild: APA/Schlager

Die ÖBB wird zur Jahresmitte die Preise für Zugtickets erhöhen und erntete dafür heftige Kritik von Seiten der Opposition. Der Präsident der Arbeiterkammer Herbert Tumpel will zumindest für Pendler keine Preissteigerung. "Für die Sanierung der Banken wurde ein Vielfaches zur Verfügung gestellt, also muss jetzt auch Geld für den öffentlichen Verkehr da sein", so Tumpel.

Das BZÖ will in der nächsten Sitzung des Nationalrates einen Teuerungsstopp beantragen. "Statt die Menschen in der Krise zu entlasten, belasten (Werner) Faymann und (Josef) Pröll die Österreicher und ziehen ihnen die wenigen Euro die sie durch die Micky-Maus-Steuerreform erhalten, sofort wieder aus der Tasche heraus", vermutet BZÖ-Verkehrssprecher Christoph Hagen.

Für die Grünen steht bei der SPÖ-Verkehrspolitik der "Beton statt der Menschen im Mittelpunkt". "Wieso gerade Faymann und (Doris) Bures dann gescheiterten ÖBB-Managern großzügig Millionen nachwerfen und für jede potenziell kostensenkende Reform bei ÖBB-Struktur oder Nahverkehr Jahre brauchen, versteht niemand", kritisierte Verkehrssprecherin Gabriela Moser.

Verkehrsministerin Doris Bures hatte gemeint, dass Bahnfahrern ab Jahresmitte teurer werde, da der Staat das Geld für den Ausgleich des Inflationsanstieges nun für den Kampf gegen die Wirtschaftskrise brauche. Ihr Vorgänger Werner Faymann hatte vor einem Jahr aufgrund der hohen Inflationsrate - oder wie Kritiker meinen wegen der damals bevorstehenden Nationalratswahlen - ein Einfrieren der ÖBB-Preise angeordnet. Der dadurch entstandene Verdienstentgang für die Bahn wurde vom Staat beglichen. Kostenpunkt laut Bures: 15 Mio. Euro.
(apa/red)

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