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Nur sechs Bundesligisten im Cup-Achtelfinale

Titelverteidiger Salzburg und Liga-Spitzenreiter Sturm souverän

Nur sechs Bundesligisten stehen im Achtelfinale des heimischen Fußball-Cups, das am Sonntag ausgelost und dann am 25./26. Oktober gespielt wird. Nach dem Auftakt-Out des WAC erwischte es in der zweiten Runde nach Ried (1:2 am Dienstag beim Liga-Rivalen St. Pölten) auch Altach und Mattersburg. Rapid und Austria entgingen mit Arbeitssiegen einer Blamage, während Salzburg und Sturm überzeugten.

Die "Big Four" der Meisterschaft zogen damit ebenso wie Aufsteiger SKN St. Pölten und die Admira, die beim Regionalliga-Ost-Spitzenreiter SC Ritzing 3:1 siegte, in der Runde der letzten 16 ein. Besonders souverän präsentierte sich Titelverteidiger Salzburg, der auf sein viertes Double en suite losgeht. Die "Roten Bullen" setzten sich am Mittwochabend beim drittklassigen SC Mannsdorf 7:1 durch und feierten damit den höchsten Sieg der zweiten Cup-Runde.

Dabei hatte Coach Oscar Garcia gleich mehrere Stammkräfte geschont und mehreren Akteuren - Marc Rzatkowski, Stefan Stangl, Reinhold Yabo - die Chance zum Comeback gegeben. Christoph Leitgeb stand erstmals nach seiner Langzeitverletzung wieder in der Startelf. "Ich freue mich sehr darüber, dass wir Marc, Christoph und Reinhold heute die Möglichkeit für ihre Comebacks geben konnten. Sie haben das toll gemacht", lobte Oscar die Rückkehrer.

Vor allem "Dauerpatient" Yabo, der in der 59. Minute für Leitgeb eingewechselt wurde und per Elfer zum Endstand traf, freute sich, dass er nun nach über einem Jahr der Leidenszeit wegen einer Knieverletzung endlich sein Pflichtspieldebüt für die Salzburger geben konnte. "Es hat sich heute so richtig geil angefühlt, dass ich endlich spielen durfte. Ich habe mich schon gefreut, dass ich überhaupt mitfahren durfte und dann natürlich gehofft, dass ich zum Einsatz kommen könnte. Jetzt bin ich einfach nur überglücklich", betonte der 24-jährige Deutsche.

Neben Salzburg gab sich auch Bundesliga-Spitzenreiter Sturm Graz mit dem 5:0 beim Landesligisten Bad Wimsbach keine Blöße. "Wir sind eine Runde weitergekommen und haben von Anfang an konzentriert gespielt. Unser einziges Manko war die Chancenauswertung. Das Wichtigste ist, dass sich keiner meiner Spieler verletzt hat", gab Franco Foda nach dem Aufstieg gegen den Viertligisten zu Protokoll.

Die großen Rivalen aus Wien blieben dagegen glanzlos. Rapid kam auf dem Sportclub-Platz in Hernals gegen Landesliga-NÖ-Tabellenführer SV Leobendorf nur zu einem 1:0-Arbeitssieg. "Es war kein Feinschmeckermenü, definitiv nicht", lautete der treffende Kommentar von Rapid-Coach Mike Büskens nach dem Geduldspiel, das Christoph Schößwendter mit seinem Kopfball nach einem Eckball entschied. "Standards sind eine Waffe vor allem in engen Spielen wie heute", erklärte der Matchwinner.

Rapids Erzrivale Austria kam bei der Vienna dank eines Doppelpacks von Torjäger Larry Kayode überhaupt erst nach Verlängerung mit 3:1 weiter. "Wenn man gegen einen Drittligisten so in Schwierigkeiten gerät, ist man nicht zufrieden. Letztendlich zählt, dass wir weitergekommen sind. Schade ist, dass wir 120 Minuten gehen mussten, weil wir doch schwierige Wochen vor uns bzw. auch schon hinter uns haben", sagte Austria-Trainer Thorsten Fink, der auf der Hohen Warte "keinen Klassenunterschied gesehen" hatte.

Einen solchen sah man jedoch beim Gastspiel von Altach beim ASK Ebreichsdorf, der schon in Runde eins den WAC ausgeschaltet hatte. Bereits nach 27 Minuten führte der Regionalliga-Ost-Verein gegen die Vorarlberger 3:0 und spielte den Sieg in der Folge locker nach Hause. Altach-Trainer Damir Canadi konnte den Gastgeber danach nur gratulieren. Seine Spieler müssen die Blamage schnell verdauen, denn bereits am Sonntag (16.30 Uhr) wartet das schwere Heimspiel gegen Salzburg.

Bundesliga-Schlusslicht Mattersburg gelang beim Gastspiel in der Oststeiermark gegen den Regionalligisten SV Lafnitz ebenfalls kein Treffer. Nach torlosen 120 Minuten musste die Partie im Elferschießen, das die Hausherren mit 4:3 gewannen, entschieden werden. Während die ersten vier Schützen von Lafnitz allesamt trafen, scheiterten bei den Burgenländern Mario Grgic (drüber) und Alois Höller (gehalten) vom Punkt.

Mit Ebreichsdorf, Lafnitz, SKU Amstetten (Sieg im Elferschießen gegen Austria Lustenau) und dem SV Grödig (Sieg im Elferschießen gegen Horn) sind insgesamt vier Regionalligisten im Achtelfinale dabei. Die Erste Liga stellt mit dem LASK, Blau-Weiß Linz, Kapfenberg, SC Wiener Neustadt, WSG Wattens und dem WAC wie die Bundesliga noch sechs Vertreter.

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