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Hocheggers Operation "Freunde"

Ex-Telekomchef soll über Briefkastenfirma des Lobbyisten von Huawei kassiert haben

Ex-Telekom-Vorstand Rudolf Fischer mit Lobbyist Peter Hochegger © Bild: APA/HERBERT PFARRHOFER

"Der Codename für die Chinesen bei Hochegger war 'Freunde'." Gernot Schieszler, Kronzeuge in der Telekom-Affäre, brachte die Ermittler am 25. Juli 2011 mit seiner Aussage auf die Spur eines der frechsten Kickback-Deals der Republik. "Die Chinesen" sind die Manager des chinesischen Telekom-Ausrüsters Huawei. Sie wurden in Österreich von der Firma des exzellent vernetzten Lobbyisten Peter Hochegger betreut. Hochegger ist die Schlüsselfigur im Telekomskandal, bei ihm liefen fast alle Fäden zusammen.

Zu Hocheggers Kunden gehörte auch die Telekom-Austria. Deren Vorstand war einst Rudi Fischer, ein enger Vertrauter Hocheggers.

Jetzt, nach weit mehr als zwei Jahren intensiver Ermittlungen, lichten sich die Schleier. Denn die Ermittler sind der Spur des Huawei-Geldes gefolgt. Und laut einem Gutachten des renommierten Sachverständigen Matthias Kopetzky, das NEWS exklusiv vorliegt, soll sich nun beweisen lassen, dass Huawei den Telekom-Vorstand Fischer schlicht geschmiert hat, damit die Telekom für Millionen Euro Huawei- Produkte kauft.

Und das soll so gegangen sein:

Eine Kopie des Buwog-Deals …

Am 1. August 2007 schloss die Huawei Limited einen Vertrag mit der zypriotischen Briefkastenfirma Astropolis Limited, die in Wahrheit dem Telekom-Berater Peter Hochegger gehört. Das Kernstück des Vertrags: Für alle Einkäufe, die die Telekom bei Huawei tätigt, fließen zehn Prozent der Summe als "Fee" an Hocheggers Astropolis.

Von Hocheggers Astropolis flossen dann Teile des Geldes weiter. An die schon aus der Buwog-Affäre bekannte Firma Omega International LCC und von dort über Bargeldtransfer weiter an die Firma Whitestone Holdings Limited. Wirtschaftlicher Berechtigter der Whitestone Holdings Limited war dann wiederum – Überraschung – der Telekom-Vorstand Rudi Fischer, dessen Unternehmen bei Huawei einkaufte.

Der Sachverständige Kopetzky zeichnet in seinem Gutachten minutiös nach wie das Geldkarussel in der Praxis ablief. Die Spur des Geldes kann so von der Huawei Limited in Hongkong bis zu Rudi Fischer präzise nachvollzogen werden.

Die ganze Story finden Sie im aktuellen NEWS in Ihrem Zeitschriftenhandel oder als E-Paper Version.

Kommentare

Die Berichtspflicht der Ermittler durch die Justiz geht nach wie vor an das Justitzministerium, quasi an die ÖVP Zentrale (siehe BAWAG).
Dass ein schon verurteilter Betrüger wie Meischberger immer noch auf freiem Fuß ist und Kulterer (Milliarden schweres Wirtschaftsverbrechen) trotz rechtskräftigem Urteil "IMMER" noch nicht in einer geschlossenen Anstalt ist, dürfte für das Justizministerium (die Seilschaften der ehrenwerten Gesellschaft funtionieren immer noch) schwerwiegende Gründe haben..............Die Wut wird auch immer größer.............

Läuft der immer noch frei herum? Unglaublich! Vor bettelnden und diebischen Rumänenbanden warnt die Polizei und dem Herrn schaut man seit Jahren zu, wie er uns beklaut....

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