NEWS über Hermanns letzten Anlauf: Maier will sich bei Olympia letzten Traum erfüllen!

Abfahrtsgold soll her: Aber noch stottert Erfolgsmotor PLUS: Hermann Maier im großen NEWS-Interview!

In fünf Wochen, am 12. Februar, steigt in Sestriere die Olympiaabfahrt 2006 – der letzte große Gold-Traum von Hermann Maier, dem Doppelolympiasieger von 1998, dreimaligen Weltmeister und vierfachen Gesamtweltcupgewinner, der Ende Oktober 2005 auf dem Gletscher über Sölden seinen 51. Weltcupsieg gefeiert hat.

Elf Rennen ohne Platz auf dem Podium. In den elf Rennen danach schaffte es Hermann Maier aber nie mehr aufs „Stockerl“. Einmal machten ihm Wind und Wetter einen Strich durch die Rech-nung, dann passte wieder das Material nicht, die Feinabstimmung von Ski und Schuh. Von Nervosität ist auch im engeren Umfeld des "Herminators" noch nichts zu spüren. Trainer-Kumpel Andi Evers weiß, dass "nur ein paar Kleinigkeiten" fehlen.

Den Platz im Olympiateam hat Maier derzeit zumindest im Riesentorlauf und im Super-G fix. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Hans Grugger ist er im Abfahrtsweltcup drittbester Österreicher hinter Fritz Strobl und Michael Walchhofer. Und vier Österreicher dürfen in Sestriere am 12. Februar in der "Königsdisziplin" auf "Goldjagd" gehen.

Vor acht Jahren hatte der damalige "Shooting Star" des Skizirkus in Nagano mit seinem "Jahrhundertsturz" die Chance auf Abfahrtsgold im japanischen Tiefschnee begraben, zugleich aber weltweit den Mythos des schier unbezwingbaren "Herminators" begründet. Denn wie Lazarus von den Toten war Maier wenige Tage später wieder aufgestanden und hatte sich mit Gold im Super-G und im Riesentorlauf schadlos gehalten.

Abfahrtsgold als Krönung der zweiten Karriere
Aber das alles ist Schnee von gestern. Der Traum, sich in die Liste der rotweißroten Olympiaabfahrtssieger einzutragen, ist geblieben. Ein halbes Jahr vor den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City hatte ihn der lebensbedrohende Motorrad-Crash fast ein Bein gekostet. Maier versuchte das Unmögliche, die Spiele fanden dennoch ohne ihn statt. Mit unbändigem Willen und gegen alle "Expertenmeinungen" erkämpfte sich der "Herminator" die "zweite Karriere", die jetzt in Turin ihren ultimativen Höhepunkt finden soll. Nach acht Jahren nimmt der mittlerweile 32- jährige Salzburger aus Flachau erst an seinen zweiten Spielen teil. Maier: "Das ist für einen Sportler auf meinem Niveau sehr wenig".

Leicht wird’s nicht, in die "Goldspur" zurückzufinden. Nicht nur die Dauerschäden an seinem schwer verletzten rechten Unterschenkel sprechen dagegen. Auch die Spitze im Skizirkus ist enger zusammengerückt denn je. Seriensieger gehören spätestens seit diesem Winter der Vergangenheit an. Bei Großereignissen immer eine Medaille. Was für Hermann Maier spricht: Nicht nur bei seinen bisher einzigen Olympischen Spielen, auch bei allen vier WM-Teilnahmen ist er mit Edelmetall nachhause gefahren. Und immer dann, wenn die "Fachwelt" den "Herminator" bereits abgeschrieben hatte, schlug er mit umso größerer Wucht zurück – siehe Bormio im Februar 2005.

Leicht möglich, dass sich Hermann Maier in der laufenden Saison in der Abfahrt noch etwas zurückhält und noch nicht ans letzte Limit geht. Denn die Ausfallsliste der Top-Athleten, die ihre Olympiachancen durch schwere Verletzungen heuer schon begraben mussten, ist lang. Und Hermann Maier ist sich bewusst, dass diese Olympischen Spiele seine letzten sind. Andererseits: Hinterherfahren erhöht auch nicht gerade das Selbstbewusstsein. Nicht nur Maier-Konditionstrainer Heinrich Bergmüller weiß: "Siege sind das beste Training." Ein siegloser Jänner wäre für den "Herminator" daher nicht die optimale Olympiavorbereitung.

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