NEWS über den Arbeitskampf bei den Bundestheatern: Beginn am 19. Jänner

Philharmoniker: "Immer mehr wollen Opern-Abgang"

Die Bediensteten der Österreichischen Bundestheater beginnen am 19. Jänner den Arbeitskampf, nachdem am vergangenen Montag die Gehaltsverhandlungen in der Bundestheater-Holding ergebnislos abgebrochen wurden. Das berichtet NEWS in seiner aktuellen Ausgabe.

Demnach ist die "Vorwarnstufe" erreicht - für 19. Jänner sind im Burgtheater und in den beiden Opernhäusern sogenannte "störende Betriebsversammlungen" anberaumt, denen z. B. in der Staatsoper eine Probe zur Ballettpremiere "Coppelia" zum Opfer fällt. In weiterer Folge können sich die Ereignisse bis zum Streik ausweiten, wobei Staatsopern-intern allfällige Festaufführungen im Rahmen der EU-Präsidentschaft als attraktive Termine bezeichnet werden.

Die Holding bietet derzeit etwas mehr als 40 Euro pro Monat mehr für Niedrig- und etwas weniger als 50 Euro mehr für Höchstverdiener. Zum bisherigen Angebot des Arbeitgebers würden 2 Millionen Euro zusätzlich benötigt, die Regierung stellt allerdings nur 300.000 zur Verfügung.

Laut Gewerkschaftspräsident Peter Paul Skrepek ist dieses Angebot inakzeptabel, man liege mindestens ein Prozent aus einander. Vor allem die in der Staatsoper spielenden Philharmoniker sehen sich außerstande, das Angebot zu akzeptieren. Betriebsratsobmann Michael Bladerer verweist im NEWS-Gespräch auf 15 Prozent Reallohnverlust, die man bereits erlitten habe. Auch stehe der Verbleib des Eliteorchesters an der Staatsoper seit der Ausgliederung der Bundestheater im Jahr 1990 Orchester-intern zusehends zur Diskussion:

Neu hinzugekommene Orchestermitglieder kommen nicht mehr in den Genuss der Beamtenpension oder der Pragmatisierung. Bladerer: "Zu meinem Bedauern mehren sich die Stimmen, die nicht mehr in der Oper spielen wollen. Den jungen Kollegen ist der Verbleib unter den derzeitigen Bedingungen nicht mehr vermittelbar, und im Orchester findet ein rasanter Generationenwechsel statt. Bald steht es 50 : 50 zwischen Alten und Jungen.

Wenn es so weitergeht, wird es irgendwann eine Abstimmung gegen die Oper geben. Und bei uns wird alles demokratisch beschlossen."

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