Neues Terror-Video aufgetaucht: Al-Kaida-Vize Zawahiri droht USA mit Anschlägen!

US-Angriff auf Osama-Stellvertreter "fehlgeschlagen" 'Schlächter' Bush verhöhnt: Aufenthaltsort unbekannt

Al-Kaida-Vize Ayman al-Zawahiri hat in einer Videobotschaft den USA mit neuen Terroranschlägen gedroht. US- Präsident Bush habe das Waffenstillstandsangebot Osama bin Ladens abgelehnt, sagte der Bin-Laden-Stellvertreter in einer vom arabischen Fernsehsender Al Jazeera ausgestrahlten Aufnahme. Zawahiri bezeichnete Bush als "Schlächter".

Er meldete sich erstmals nach dem US-Luftangriff auf ein pakistanisches Dorf am 13. Jänner wieder zu Wort, der Zawahiri galt. Dabei seien Unschuldige getötet worden, sagte der Al-Kaida-Vize. "Mit dem Plan, mich zu töten, haben amerikanische Flugzeuge einen Angriff auf das Dorf Damadola geflogen". "Die ganze Welt hat das Ausmaß der amerikanischen Lügen erkannt."

Der Führer des Terrornetzes, Bin Laden, hatte am 19. Jänner in einer Tonbandaufnahme den USA einen Waffenstillstand angeboten, um Irak und Afghanistan wieder aufzubauen. Die US-Regierung hatte umgehend erklärt, Verhandlungen mit Terroristen kämen nicht in Frage.

Nach dem Luftangriff am 13. Jänner auf das pakistanische Dorf war zunächst spekuliert worden, ob Zawahiri getötet worden sein könnte. Eine Woche nach dem Angriff war eine Tonbandaufnahme von Zawahiri im Internet veröffentlicht worden. Experten hielten diese jedoch für alt: In der Botschaft wurde kein Bezug auf aktuelle Ereignisse genommen, Zawahiri rezitierte vor allem Gedichte.

Bei dem Luftangriff waren nach pakistanischen Geheimdienstinformationen mehrere führende Al-Kaida-Mitglieder getötet worden. Auch 18 Zivilisten starben, unter ihnen Frauen und Kinder.

In seiner Botschaft wandte sich Zawahiri mit höhnischen Worten an Bush: "Bush, weißt du, wo ich mich aufhalte? Ich befinde mich inmitten der Menge der Moslems und genieße ihre Unterstützung, ihre Aufmerksamkeit, ihre Großzügigkeit, ihren Schutz und ihre Beteiligung am Jihad. Die USA haben auf Zawahiri ein Kopfgeld in Höhe von 25 Millionen Dollar (20,8 Millionen Euro) ausgesetzt.

(apa/red)