Neuerlich Vorwürfe: Linzer FPÖ-Klubobmann
Traxlmayr im Zentrum einer Sexaffäre?

Gerichtlicher Vorerhebungen wegen Vergewaltigung Politiker sieht sich als Opfer einer "politischen Intrige"

Gegen den Obmann des FPÖ-Gemeinderatsklubs in Linz, den Rechtsanwalt Manfred Traxlmayr gibt es erneut den Vorwurf, er stehe im Zentrum einer Sexaffäre. Wie das "Neue Volksblatt" in seiner Samstags-Ausgabe berichtet, laufen gegen den Politiker gerichtliche Vorerhebungen wegen Vergewaltigung, geschlechtlicher Nötigung und pornografischer Darstellung Minderjähriger.

Traxlmayr, für den die Unschuldsvermutung gilt, bestätigte gegenüber der Zeitung die Einleitung des Verfahrens gegen ihn. Er rechne aber mit einem Ausgang wie vor einem Jahr: In seinem Computer im Fraktionsbüro waren Kinderpornofotos gefunden worden. Die Anzeigen wurden aber von der Staatsanwaltschaft zurückgelegt. Die Fotos gab es zwar, dem Verdächtigen wurde aber nicht nachgewiesen, dass er die Sexbilder auf die Festplatte geladen hatte.

Wie seinerzeit sieht sich FPÖ-Politiker auch jetzt als Opfer einer "politischen Intrige" und meint ein klares Indiz dafür zu haben: Eine ehemalige Wahlhelferin, die die schweren Vorwürfe erhebe, habe sich im Wiener Landtagswahlkampf an den BZÖ-Spitzenkandidaten Hans-Jörg Schimanek gewendet. Dieser habe tatsächlich der Staatsanwaltschaft Linz zwei Wochen vor der Wahl eine Sachverhaltsdarstellung übermittelt und so das Verfahren ins Rollen gebracht. Allerdings hat Schimanek bewusst auf eine Veröffentlichung der pikanten Causa verzichtet, "weil die Leut' sonst gesagt hätten, ich vom BZÖ tu einen FPÖler vernadern", wird er von der Zeitung zitiert.

Für Traxlmayr sind die Vorwürfe der Ex-Wahlhelferin und Ex-Mandantin "vollkommen absurden Unterstellungen". Er wisse nicht, was sie damit bezwecke. Traxlmayr im Volksblatt: "Ich habe die Frau 2003 kennengelernt, bin ein paar Mal mit ihr essen gegangen, dann haben wir uns aus den Augen verloren."

Aus Justizkreisen war zu erfahren, dass noch ermittelt werde. Eine Entscheidung über die weitere Vorgangsweise in der Affäre werde voraussichtlich Mitte Februar fallen. (apa/red)