Bei Neckermann Österreich sieht es für die Zukunft nicht so schlecht aus. Zwar wurde ein Insolvenzverfahren eingeleitet, aber das Unternehmen ist nicht überschuldet und auch die Kreditschützer sind optimistisch. Zur Weiterführung wird aber ein Partner benötigt und vorsorglich sind auch die Mitarbeiter beim AMS zur Kündigung angemeldet. Der Vorstand will allerdings - möglichst ohne Entlassungen - weitermachen.
Neckermann Versand Österreich AG hat am Donnerstag beim Landesgericht Graz ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Wie die Geschäftsführung mitteilte, beabsichtige man, das Unternehmen zu entschulden und den Fortbestand zu sichern. Die rund 300 Mitarbeiter von Neckermann Österreich waren vergangenen Dienstag vorsorglich beim AMS zur Kündigung angemeldet worden.
Da die neckermann.de GmbH die Deckung der Liquiditätserfordernisse der Neckermann Österreich nicht sicherstellen konnte, habe man entschieden, einen Antrag zur Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung zu stellen, hieß es in der Aussendung. Das bei Gericht eingereichte Sanierungskonzept sehe neben der Aufrechterhaltung des laufenden Geschäftsbetriebs, die Entschuldung des Unternehmens, die Suche nach strategischen Partnern und Investoren, sowie die langfristige Sicherung des Weiterbestands mit den bestehenden Mitarbeitern vor. "Ziel der Geschäftsführung ist es, das Unternehmen ohne Mitarbeiterabbau in eine erfolgreiche Zukunft zu führen", hieß es.
Kommentare
Gut, dass es in Österreich so einfach geht! weil wir Mist gebaut haben, melden wir sie halt einfach mal beim AMS an, so einfach geht es.