Nationalratswahl 2013 von

Neuer "HC Rap"

FPÖ-Chef will vor dem Wahltag am 29. September wieder einmal zum Rap-Mikro greifen

HC Strache © Bild: imago stock&people

Heinz-Christian Strache will sich im Wahlkampf nicht nur besingen lassen, sondern doch wieder rappen. Er stellte im Interview mit der APA einen weiteren "HC Rap" in Aussicht. Von der derzeitigen Begrenzung der Wahlkampfkosten hält er nichts, obwohl man sich bei den vom Parlamentsklub finanzierten Inseraten genau an die Richtlinien gehalten habe. In sozialen Medien halte sich die FPÖ an eigene Richtlinien.

Vier "Polit-Raps" gibt es derzeit von Strache, diese könnten noch vor der Wahl gesammelt auf einer CD erscheinen - inklusive einem fünften, denn: "Der 29. September bietet noch ein bisschen Zeit und Gelegenheit dafür, die Freiheit der Kunst noch einmal in Anspruch zu nehmen." Musikalisch aufgefallen ist die FPÖ bereits mit dem Wahlkampfsong "Die Liebe ist der Weg", bei dem allerdings nur Werner Otti zum Mikro greift.

Vorne dabei ist die FPÖ auch in den sozialen Netzwerken - was ihr immer wieder zum Verhängnis wird. Erst jüngst wurden Vorwürfe laut, Freiheitliche seien Mitglied in fragwürdigen Facebook-Gruppen. "Auf allen offiziellen Seiten von mir und der FPÖ wird eindeutig festgehalten, dass alles, was mit Totalitarismus, Faschismus, Nationalsozialismus und Gewaltaufrufen zu tun hat, ausdrücklich abgelehnt wird", betont Strache. "Auf der anderen Seite sage ich, die Leute sind mündig und kritisch genug, das zu durchschauen."

Kein Problem mit Anzeigen

Mit durch den blauen Parlamentsklub finanzierten Anzeigen im Wahlkampf hat Strache kein Problem, diese spiegelten - im Gegensatz zu den einst ebenfalls vom Klub gesponserten SPÖ-Plakaten - "ganz klar die Tätigkeit des Parlaments und meine Tätigkeit als Klubobmann wider". Ohnehin sei die Wahlkampfkostenbegrenzung auf 7 Mio. Euro "nicht vernünftig", da bei Landtagswahlen die gleiche Obergrenze wie bei Bundeswahlen gelte. Es handle sich auch um eine "Informations-und Aufklärungsbegrenzung".

Insgesamt 5 bis 6 Mio. Euro gibt die FPÖ laut ihrem Parteichef in diesem Wahlkampf für Werbung aus.

Einziger Herausforderer Faymann

Für den Wahltag selbst hält Strache ein "blaues Wunder" für möglich. "Es besteht die Chance, dass wir Zweiter werden und die ÖVP auf Platz Drei verweisen. "Und dann sind wir (ÖVP-Chef Michael, Anm.) Spindelegger auch los, denn er wird zurücktreten, das hat er versprochen", bezieht sich der FPÖ-Chef auf die Ansage des Vizekanzlers im TV-Duell. Somit sieht sich Strache als einziger Herausforderer von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ).

Kommentare

Mr.Murphy

Zitat Strache: "...die Leute sind mündig und kritisch genug, das zu durchschauen." Echt wahr? Manche sehen nur das, was sie sehen wollen und in ihr Weltbild passt.
Auch hier im Forum zu bemerken. So genau kann man gar nicht formulieren, dass einem nicht immer wieder ein (Partei)Kampfposter in eine ganz bestimmte Ecke stellt.

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