Nächster russischer Soldat misshandelt: Junger Rekrut verlor beide Unterschenkel

Mann wurde von seinen eigenen Kameraden gefoltert PLUS: Grausame Verstümmelungen in der Armee!

In Russland ist ein weiterer Fall brutaler Soldaten-Misshandlung bekannt geworden. Wie eine Vertreterin des Komitees der Soldatenmütter im sibirischen Chabarowsk sagte, wurde der betroffene Soldat von Kameraden derart misshandelt, dass ihm im Juni beide Unterschenkel amputiert werden mussten. Der Militärstaatsanwalt der Garnison Chabarowsk habe Ermittlungen eingeleitet, meldete die Nachrichtenagentur Ria-Nowosti.

Der Soldat sei bei Feiern zum 1. Mai brutal misshandelt worden, sagte die Vertreterin der Soldatenmütter. Anschließend sei er aus seiner Unterkunft geflohen und habe sich im Keller des benachbarten Offiziersgebäudes versteckt. Dort habe er die Gewalt über seine Beine verloren. Erst am 25. Mai sei er von Installateuren entdeckt worden.

Seine Mutter habe erst Anfang Juni erfahren, dass er im Militärkrankenhaus in Chabarowsk sei und ihm beide Unterschenkel amputiert werden mussten, berichtete die Vertreterin des Komitees weiter. Der junge Mann sei im November 2004 einberufen worden und habe seiner Mutter berichtet, von Anfang geschlagen worden zu sein. Knapp 70 Menschen demonstrierten in St. Petersburg gegen die Misshandlungen in der Armee.

Wenige Tage zuvor mehrere hundert Menschen in Moskau und in Jekaterinburg im Ural gegen die Zustände in der Armee demonstriert. Im Jänner war bekannt geworden, dass ein 19-jähriger Soldat zu Silvester im Ural von seinen Kameraden derart brutal misshandelt worden war, dass ihm beide Beine und die Genitalien amputiert werden mussten.

(apa/red)