Nach Zerstörung von New Orleans durch Hurrikan Katrina: Streit um Wiederaufbau

Baustopp für betroffene Gebiete regt Bürger auf

In New Orleans ist ein Streit über den Wiederaufbau der von Hurrikan "Katrina" zerstörten US-Metropole ausgebrochen. Mit der Vorstellung ihrer ersten Empfehlungen löste eine Expertenkommission am Mittwoch in Teilen der Bevölkerung Empörung aus.

Die von Bürgermeister Ray Nagin eingesetzte Kommission schlug vor, in den nach Durchzug des Wirbelsturms am stärksten überschwemmten Stadtteilen vorerst keine Neubauten zu genehmigen. Das vorgeschlagene Moratorium über einen Zeitraum von vier Monaten soll verhindern, dass in diesen weitgehend zerstörten Vierteln isolierte Neubauten entstehen.

Ehemalige Bewohner der am schwersten betroffenen Stadtbezirke Ninth Ward und Lakeview erklärten jedoch, sie wollten so schnell wie möglich bauen. Die Kommission habe kein Recht, ihre Grundstücke zu beschlagnahmen, argumentierte eine Frau.

Bis zum 20. Januar will die Expertenkommission Bürgermeister Nagin weitere Empfehlungen vorlegen. Es wird erwartet, dass die Stadtverwaltung ihre Pläne mit US-Präsident George W. Bush abstimmt.
(apa)