Nach dem schrecklichen Vierfachmord in Mauerbach: Mutter aus Spital entlassen!

Weiter kein Begräbnistermin für die Opfer bekannt <b>BILDER</b> von der unfassbaren Bluttat in Mauerbach

Nach dem Vierfachmord in Mauerbach ist die überlebende 45 Jahre alte Mutter bereits am Montag aus dem Krankenhaus Tulln entlassen worden. Wie erst am Mittwoch bekannt wurde, gab es nach einem psychiatrischen Gutachten keine Einwände für ein Verlassen der Klinik, berichtete der behandelnde Arzt und Leiter der Chirurgie im Landesklinikum, Peter Lechner, auf APA-Anfrage.

"Eine Suizidgefährdung der Frau war nach dem Abschlussbericht nicht gegeben. Aus medizinischer Sicht sprach schon länger nichts gegen eine Entlassung", so Lechner. Ob sich die Niederösterreicherin nun in die Obhut der Tochter beziehungsweise Freunden begeben hatte, wusste der Mediziner jedoch nicht.

Der Begräbnistermin für die Opfer war am Mittwoch noch nicht bekannt. "Diese Woche noch erscheint auch sehr unwahrscheinlich", sagte Peter Mayer, zuständiger Bearbeiter im Sekretariat der Marktgemeinde.

Am 9. Jänner hatte ein 50-Jähriger in Mauerbach bei Wien vier seiner fünf Töchter umgebracht und seine Frau krankenhausreif geprügelt. Die im Erdgeschoß des Hauses lebende 80-jährige Großmutter hatte von der Tat nichts mitbekommen, die älteste Tochter fand ihre toten Geschwister. Auf der Sophienalpenstraße beging der Frühpensionist Selbstmord, als ihn die Polizei stoppte. Den Ermittlungen der Kriminalisten zufolge dürfte das Tatmotiv extreme Existenzangst gewesen sein - das Haus der Familie soll versteigert werden. Eine Ersatzwohnung stand aber schon bereit.

(apa/red)