Nach hohen Verlusten im Autogeschäft: Ford will bis zu 30.000 Stellen abbauen

14 Werke des Konzerns sollen geschlossen werden Reduktion der Produktionskapazitäten um 26 %

Nach hohen Verlusten im Autogeschäft: Ford will bis zu 30.000 Stellen abbauen

Der zweitgrößte US-Autohersteller Ford will angesichts hoher Verluste im Autogeschäft in Nordamerika bis zu 30.000 Arbeitsplätze abbauen. Damit reagiert der weltweit drittgrößte Autohersteller mit einem ähnlich drastischen Sanierungsprogramm wie Weltmarktführer General Motors (GM). Beide US-Konkurrenten sind auf ihrem Heimatmarkt mit hohen Überkapazitäten und massiven Absatzproblemen konfrontiert.

Ford kündigte am Montag in Detroit an, der Konzern wolle im Rahmen seiner Restrukturierung in den nächsten Jahren 25.000 bis 30.000 Arbeitsplätze streichen. 14 Werke sollten stillgelegt werden. Die Produktionskapazitäten sollen bis 2008 um 26 Prozent oder 1,2 Millionen Fahrzeuge verringert werden.

Konkurrent General Motors hatte unlängst seinen Sparkurs verschärft und streicht binnen drei Jahren 30.000 Stellen. Die Produktion in zwölf nordamerikanischen Werken soll gedrosselt oder ganz eingestellt werden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2005 hat Ford nur dank besser Finanzgeschäfte und Einnahmen aus dem Verkauf des Autovermieters Hertz besser abgeschnitten als erwartet. Der Nettogewinn stieg im vierten Quartal um 19 Prozent auf 124 Mio. Dollar, wie Ford am Montag mitteilte. Einschließlich Sondereffekten summierten sich die operativen Verluste im Autogeschäft im Gesamtjahr dagegen auf 4,2 Mrd. Dollar. Aus dem Verkauf der Vermiettochter Hertz verbuchte Ford einen Erlös von gut 1 Mrd. Dollar. Der Vorsteuergewinn im Gesamtkonzern schrumpfte auf 1,9 Mrd. Dollar zusammen. Im voran gegangenen Jahr hatte Ford noch mehr als das Doppelte eingefahren. (apa)