Nach verspieltem Sieg: Auch Schachner sieht 1860-Aufstiegschancen schwinden

Trainer: "Wird sehr schwer mit 7 Punkten Rückstand" Für "Löwen"-Coach langfristiges Konzept wichtiger

Entscheidende Punkte im Kampf um den Anschluss an die Spitze hätten es für den TSV 1860 München werden sollen. Im Topspiel der 2. deutschen Fußball-Bundesliga gegen den Tabellendritten Greuther Fürth schaute am Montagabend nach verspielter 2:0-Führung aber nur ein 2:2 heraus - ein Punkteteilung, die für den Aufstieg des Teams von Trainer Walter Schachner bereits zu wenig sein könnte.

"Es wird sehr schwer, denn mit dem einen Spiel mehr liegen wir schon sieben Punkte hinter Fürth", gestand Schachner, der nach zwei Spielen als "Löwen"-Coach weiterhin auf seinen ersten Sieg wartet. Auch unter Leitung des Steirers überwanden die Münchner ihren viel zitierten "Heimkomplex" nicht, warten seit dem 14. Oktober 2005 (1:0 gegen Paderborn) auf einen Ligasieg in der Allianz Arena.

Die Aufstiegsambitionen der Sechziger erhielten durch von Abwehrfehlern "vorbereitete" Gegentore von Andreasen (35., 81.) einen weiteren Dämpfer. Dabei war im Winter u.a. Kapitän Steffen Hofmann von Österreichs Meister Rapid nach München geholt worden, um dort ab Sommer mit den "Löwen" wieder Erstliga-Fußball zu spielen. Schachner hingegen lässt sich zeitlich nicht unter Druck setzen und betonte längerfristige Ziele: "Ich bin doch kein Trainer, der nur für drei Monate arbeitet."

Der 49-jährige Ex-GAK-Coach hatte vor dem Schlager der 20. Runde bewusst nicht von einem "Schicksalsspiel" gesprochen, übte sich auch im Anschluss nicht in Schwarzmalerei: "Wir haben das neue Spielsystem schon um einige Prozent besser umgesetzt." Zum ersten 1860-Sieg im Jahr 2006 nach einem torlosen Remis gegen Zweitliga-Schlusslicht Ahlen und einer 1:3-Niederlage in Rostock reichte es dennoch nicht. Am kommenden Freitag gastiert Schachner bei seinem österreichischen Trainer-Kollegen Peter Pacult und Dynamo Dresden. (apa)