Nach Schuldenstreit von

USA büßt Bonität ein

Kreditkwürdigkeit erstmals seit 1941 nicht mehr mit AAA eingestuft

Nach Schuldenstreit - USA büßt Bonität ein © Bild: Reuters

Erstmals in der Geschichte der USA hat eine Ratingagentur die Kreditwürdigkeit der größten Volkswirtschaft der Welt herabgestuft. Die Ratingagentur Standard & Poor's senkte die Bonitätsnote lang nach Börsenschluss wegen der massiven Staatsverschuldung um eine Stufe auf AA+.

Die Entscheidung könnte die Ausgabe von Staatsanleihen für die USA verteuern und nach der letzten schwarzen Börsewoche die wegen der Euro-Krise nervösen Aktienmärkte weiter verunsichern.

China alarmiert
Obwohl der Schritt für Experten nicht überraschend war, dürfte die Herabstufung dennoch die internationalen Gläubiger der USA beunruhigen, allen voran China, das mit US-Anleihen von mehr als einer Billion Dollar größter Gläubiger der Vereinigten Staaten ist. Erst am Freitag hatte die Regierung in Peking die USA abermals aufgefordert, das Schuldenproblem anzugehen und die Dollar-Investitionen Chinas und anderer Länder zu schützen. Peking legte am Samstag nach, will "die Rolle des Dollar überprüfen".

Mit der Herabstufung werden US-Staatsanleihen, die einst als die weltweit unbestritten sicherste Geldanlage galten, nun niedriger bewertet als Anleihen von Ländern wie Deutschland und Österreich, Großbritannien, Frankreich oder Kanada.

"Politische Risiken"
Es gebe "politische Risiken", dass die USA nicht die nötigen Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung ergreifen würden, erklärte S&P. Die Kürzungen gingen nicht weit genug. Daher seien auch die Aussichten negativ, so dass die Bewertung noch weiter abgesenkt werden könnte. Es ist das erste Mal seit der ersten Einstufung der US-Kreditwürdigkeit 1917 durch die Ratingagentur Moody's, dass eine Ratingagentur den USA die Bestnote aberkennt.

Ein Sprecher des US-Finanzministeriums sagte, die Bewertung der wirtschaftlichen Lage durch das Unternehmen enthalte einen Rechenfehler über 2 Billionen Dollar. Der Chef des S&P-Bewertungsausschusses, John Chambers, rechtfertigte die Herabstufung auf CNN mit der mittel- und langfristigen Haushaltsentwicklung der USA, "die unter Kontrolle gebracht werden muss".

Demokraten und Republikaner im US-Kongress hatten am Dienstag nur Stunden vor Fristablauf eine Anhebung der US-Schuldengrenze bei gleichzeitigen Haushaltseinsparungen verabschiedet. Der Kompromiss sieht eine zweistufige Anhebung des Schuldenlimits um 2,1 Billionen Dollar (1,5 Billionen Euro) sowie Haushaltskürzungen von mehr als 2,4 Billionen Dollar in den kommenden zehn Jahren vor. S&P forderte Kürzungen von rund 4 Billionen Dollar.

Negative Tendenz beim Moody's
Moody's hatte am Dienstag mitgeteilt, angesichts der Beilegung des Schuldenstreits die Kreditwürdigkeit der USA weiterhin mit der Bestnote AAA zu bewerten. Die Note werde aber mit einer negativen Tendenz versehen, so dass eine Abwertung in naher Zukunft durchaus möglich ist. Auch die Ratingagentur Fitch behielt die Topnote AAA für die USA bei, kündigte aber eine genaue Prüfung des Haushaltsplans bis Ende August an.

Aufgrund der Bedeutung des US-Dollar als Leitwährung könnte die Abwertung die Weltwirtschaft, die bereits unter der Euro-Krise leidet, weiter ins Trudeln bringen. China übte am Samstag ungewöhnlich scharfe Kritik. Peking habe als der größter Gläubiger der USA "jedes Recht", eine Lösung des US-Schuldenproblems zu verlangen, hieß es am Samstag in einem englischsprachigen Kommentar der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Washington könne nicht länger über neue Schulden aus den selbst verursachten "Schlamasseln" herausgekommen. Xinhua brachte zudem "eine neue, stabile und global abgesicherte" Leitwährung ins Spiel, "um eine durch ein einzelnes Land bedingte Katastrophe abzuwenden".

Andere bemühten sich um Ruhe. Ein japanischer Regierungsvertreter sagte der Nachrichtenagentur Dow Jones, Tokio habe weiter Vertrauen in US-Staatsanleihen, die durch die Herabstufung nicht an Attraktivität verlören. In Südkorea fand ein Krisentreffen im Finanzministerium statt. Vize-Finanzminister Yim Jong Yong erklärte, auch wenn kurzfristige Auswirkungen möglich wären, müsse sein Land nicht "außerordentlich besorgt" sein.

Kommentare

Deutschland 1945 USA 2011 Die alte Wirtschaft ist Schrott. Die alten Häuser sind Schutt. Genauso wie 1945 die zerbombten Fabriken Schrott und die deutschen Städte Schutt waren.

http://wohnen.pege.org/2008/auf-sand-gebaut.htm

10 Liter Erdöl pro Tag und Einwohner, 70% davon importiert und schnell teurer werdend. Das runiert jede Volkswirtschaft. 90% des Handeslbsilanzdefizits sind Ölimporte.

Die USA muß wieder aufgebaut werden, genauso wie Deutschland 1945.

Anständige Häuser...
...Passivhausstandard
...Photovoltaik als Dach
...Bufferakku für Solarstrom

Anständige Autos... Elektroautos und Plug-in Hybridautos

Die Rosskur
MÖST - Mineralölsteuer
CO2 Steuer
Strom und Benzin so teuer wie in Europa, aber jedes Jahr
noch teurer....

http://wohnen.pege.org/2011-intersolar-byd/3-gruene-traeume.htm

Seite 1 von 1