Nach Pleiten, Pannen und Intrigen: Endlich Spatenstich für Klagenfurter EM-Stadion!

Spielstätte soll im Mai 2007 übergeben werden 30.000 Sitzplätze für drei Vorrundenspiele

Nach Pleiten, Pannen und Intrigen: Endlich Spatenstich für Klagenfurter EM-Stadion!

Mit dem offiziellen Spatenstich wurde am Mittwoch mit dem Bau des Klagenfurter EM-Fußballstadions begonnen. Im Mai 2007 soll das rund 60 Mio. Euro teure Projekt abgeschlossen sein. Friedrich Stickler meinte beim Festakt, er sei ein sehr zufriedener ÖFB-Präsident.

Bei strahlend blauem Himmel, aber eisiger Kälte, waren Politiker von Bund, Land und Stadt nach Waidmannsdorf gekommen, um den Baubeginn zu zelebrieren. Für den symbolischen Spatenstich war ein Sandhaufen angeschüttet worden, denn ein Schaufeln im steinhart gefrorenen Boden wäre unmöglich gewesen.

"Genau 878 Tage sind es noch bis zum Ankick", rechnete Stickler vor. Das Stadion müsse und werde in eineinhalb Jahren fertig da stehen, und es werde ein Schmuckstück sein, meinte der ÖFB-Präsident. Er wies darauf hin, dass jedes der drei in Klagenfurt geplanten Vorrundenspiele von mindestens 150 Millionen Menschen im TV verfolgt werden würde.

Landeshauptmann Jörg Haider (B) unterstrich ebenfalls den wirtschaftlichen Nutzen, den Land und Stadt aus der EM und dem neuen Stadion ziehen würden. Klagenfurt sei die einzige EM-Stadt in Österreich, die ein völlig neues Stadion erhalte, überall sonst werde lediglich umgebaut.

Bürgermeister Harald Scheucher (V) sprach von einer "vorgezogenen Sternstunde", die eigentliche werde man dann bei der Eröffnung des vom Architekten Albert Wimmer geplanten Stadions erleben. Sport-Staatssekretär Karl Schweitzer (B) regte an, man solle Überlegungen anstellen, an dem Standort auch einen "olympischen Stützpunkt" für Sommersportarten einzurichten.

Der Neubau, der von den Baufirmen Porr AG und Alpine Mayreder errichtet wird, bietet für die Fußball-EM 2008 30.000 Besuchern Platz. Nach der Europameisterschaft wird das Stadion auf 12.000 Plätze rückgebaut. Die Kosten des Projekts teilen sich Bund, Land und Stadt Klagenfurt. Neben dem eigentlichen Fußballstadion wird auch ein Ballsportzentrum errichtet.

(apa/red)