Nach Einzug getestet: ÖSV-Kombinierer sind schon im "Visier" der Doping-Fahnder!

Stecher und Bieler unangekündigt zu Kontrollen Gesamte Mannschaft am Tag darauf zu Harnprobe

Für Mario Stecher und Christoph Bieler haben die Olympischen Spiele gleich recht aufregend begonnen: Die beiden ÖSV-Kombinierer waren am Dienstag noch nicht einmal richtig ins Olympische Dorf eingezogen, schon wurden sie von einem Dopingfahnder aufgesucht und zu einer unangekündigten Kontrolle rekrutiert. Und schon am Mittwoch wurde eine Kontrolle des gesamten ÖSV-Kombi-Teams im Langlaufstadion Pragelato-Plan angesetzt.

"Ich war noch nicht einmal richtig im Dorf: Auf einmal ist einer hergekommen, dass er ein Interview mit mir machen möchte, aber bei mir im Zimmer. Das ist mir eh gleich komisch vorgekommen", berichtete Stecher im Auslauf der Schanze in Pragelato. Der Mann, der im Zimmer von Stecher auch gleich die Tür hinter sich schloss, wies sich dann als Dopingfahnder aus und ließ den Steirer fortan auch nicht mehr aus den Augen, bis es endlich zur Kontrolle kam.

Stecher musste nicht nur Harn lassen, ihm wurden auch zwei Eprouvetten Blut abgenommen. "Es war schon eine langwierige Prozedur, alles wurde sehr genau gemacht", erzählte Stecher, der in ein eigenes medizinisches Zentrum im Olympischen Dorf musste. Erst nach insgesamt zweieinhalb Stunden konnte sich Stecher wieder dem eigentlichen Grund seines Aufenthalts widmen und sich im Dorf einleben.

Schon am Tag darauf wurde Stecher, diesmal aber mit dem gesamten ÖSV-Team, neuerlich untersucht. Diesmal handelte es sich um eine für 14:00 Uhr angekündigte Kontrolle. ÖSV-Cheftrainer Günther "Jacky" Chromecek sah es gelassen. "Gott sei Dank wird gut kontrolliert. Sie holen halt jetzt alles nach, was sie in den letzten Monaten versäumt haben", scherzte Chromecek.

(apa/red)