Nach 30 km-Jagdrennen: Botwinow und Tauber kehren Pragelato vorerst den Rücken

Vor nächsten Rennen Entspannung in der Heimat Sportdirektor Gandler trauert Medaillen nach

Michail Botwinow und Martin Tauber haben dem Olympia-Ort Pragelato nach der 30-km-Doppelverfolgung für einige Tage den Rücken gekehrt und sind zur Regeneration zurück in die Heimat gereist. Botwinow habe sich seit längerer Zeit in großer Höhe aufgehalten, zur Ausheilung seiner Verkühlung sei ein Ortswechsel günstig, erklärte ÖSV-Sportdirektor Markus Gandler. Tauber bereitet sich in Tirol auf seinen nächsten Einsatz vor.

Eine schnelle Trainingseinheit am Mittwoch hat ihm letzte Gewissheit gegeben: Martin Tauber wird am Freitag im 15-km-Langlaufbewerb antreten. Der Weltcup-Zweite der Generalprobe in Davos wird damit vor seinem Einsatz als Staffel-Startläufer am Sonntag nach der Doppelverfolgung ein weiteres Rennen bestreiten.

"Die Trainer haben mir die Entscheidung freigestellt. Ich habe mich seit dem Dreißiger gut erholt, die Form passt", sagte der Seefelder, der am Mittwoch mit einem kleinen Propellerflugzeug seiner Gemeinde erneut auf dem Luftweg in den Olympia-Ort zurückkehrte.

Gandler trauerte einem noch besseren Abschneiden in der Doppelverfolgung etwas nach. "Ein fitter Botwinow hätte die Gegner in der Steigung zertrümmern können", erklärte der Olympia-Zweite von 1998 zum siebenten Platz seines ehemaligen Staffel-Weltmeister-Kollegen.

Und Tauber habe durch den Sturz und Stockbruch gleich nach dem Start auch eine psychologisch ungünstige Ausgangssituation gehabt. "Sonst wäre auch für ihn ein Top-Ten-Platz möglich gewesen. Aber die Form passt und das ist wichtig für die Staffel."

Für den freien vierten Platz im ÖSV-Quartett für den 4x10-km-Bewerb kommen Jürgen Pinter und Johannes Eder, die am Dienstag den Team-Sprint bestreiten, sowie Roland Diethart in Frage. Der etwas verkühlte Steirer trainiert in Ramsau und Walter Mayer wird sich dort von seiner Form überzeugen.

(apa)