Skispringen von

Morgenstern schwer gestürzt

ÖSV-Adler nach Überschlag ansprechbar. Untersuchung in Uniklinik Freiburg folgt.

Thomas Morgenstern © Bild: GEPA/Brem

Vortagssieger Thomas Morgenstern ist bei den Skisprung-Weltcupbewerben in Titisee-Neustadt keine lange Freude vergönnt gewesen. Der 27-Jährige stürzte 24 Stunden später nach der Landung bei 141 Meter schwer und wurde mit Schmerzen im Brustkorb und an der Hand zu genaueren Untersuchungen in die Uniklinik Freiburg geflogen. Den Sieg sicherte sich der polnische Weltmeister Kamil Stoch.

Das Schicksal des Kärntners überschattete die spannende Konkurrenz, bei der Gregor Schlierenzauer als bestplatzierter Österreicher den achten Rang belegte. Der Pokalverteidiger behielt damit die Weltcup-Führung vor dem nun 42 Punkte zurückliegenden und am Sonntag ex aequo achtplatzierten Deutschen Severin Freund. Dieses Duo war im ersten Durchgang nach dem Sturz Morgensterns noch am Ablauf gestanden.

Bewusstsein verloren, Schmerzen im Brustkorb

Morgenstern hatte am Samstag seinen ersten Sieg seit fast zwei Jahren und den insgesamt 23. gefeiert. Die Freude und Erleichterung beim Schützling von Stützpunkttrainer Heinz Kuttin war wenige Wochen vor dem ersten Saisonhöhepunkt entsprechend groß. Auch im zweiten Bewerb flog der Kärntner sehr weit, bei der Landung bei der drittgrößten Weite touchierten aber die Skienden, der linke, schief aufkantende Ski zog weg und Morgenstern hatte keine Chance, den Sturz zu vermeiden.

Er überschlug sich seitlich mehrfach und verlor offenbar kurz das Bewusstsein. Im Schock rappelte sich Morgenstern auf, fiel aber nach ein paar Schritten wieder in den Schnee. Bei der Erstversorgung im Sanitätszelt an der Schanze war der Kärntner ansprechbar, verspürte nach Aussage von Cheftrainer Alexander Pointner aber starke Schmerzen. Der Ski verursachte zudem Cuts im Gesicht des dreifachen Olympiasiegers. Aus dem Spital lag vorerst keine Diagnose vor.

Stoch gewinnt, Schlierenzauer Achter

Der 26-jährige Stoch feierte seinen achten Weltcupsieg. Der Spitzenreiter nach dem ersten Durchgang setzte sich 7,8 Punkte vor dem Schweizer Olympiasieger Simon Ammann und 8,7 vor dem 41-jährigen Japaner Noriaki Kasai durch.

Schlierenzauer schaffte den einzigen Top-Ten-Rang des ÖSV-Teams, das im Finale nur noch durch drei Athleten vertreten war. Stefan Kraft belegte den 19. Rang und Wolfgang Loitzl landete an der 25. Stelle. Manuel Fettner (als 31. 0,2 Punkte hinter Loitzl) und Andreas Kofler (37.) hatten den Einzug ins Finale verpasst. Nächste Woche folgt schon die Tournee-Generalprobe in Engelberg.

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