Montoya will weg von McLaren-Mercedes:
Ferrari, Renault & BMW als Wunschcockpits

Räikkönen mit Ferrari und Toyota in Verbindung McLaren-Mercedes vertraut ab 2007 auf Alonso

McLaren-Mercedes kommt wenige Wochen vor dem WM-Auftakt der Formel 1 nicht zur Ruhe. Nachdem die Zukunft von Vize-Weltmeister Kimi Räikkönen nach 2006 weiter ungeklärt ist, äußerte nun Teamkollege Juan Pablo Montoya konkrete Wechselabsichten. "Ich rede mit anderen. Wenn mir Ferrari, Renault oder BMW ein gutes Angebot machen, greife ich zu", wird der Kolumbianer von der Zeitschrift "auto, motor und sport" zitiert.

Der 84-fache Grand-Prix-Starter, der erst seit einem Jahr für die "Silberpfeile" fährt, sei verärgert, weil McLaren die Option auf eine Vertrags-Verlängerung verstreichen ließ. Der Finne Räikkönen hat sich ebenfalls noch nicht entschieden, ob er 2007 an der Seite von Weltmeister Fernando Alonso für das britisch-schwäbische Team starten wird.

Die Verpflichtung des spanischen Renault-Fahrers war bereits Ende des vergangenen Jahres bekannt gegeben worden. "Iceman" Räikkönen wird unterdessen seit Monaten mit Ferrari in Verbindung gebracht. Denkbar wäre aber auch ein Wechsel zum finanzkräftigen japanischen Toyota-Rennstall.

Exodus bei McLaren-Mercedes befürchtet
Damit ginge der Aderlass bei McLaren-Mercedes weiter. Denn nach dem Ende der vergangenen Saison hatte sich Star-Designer Adrian Newey von dem Team verabschiedet und heuerte bei Red Bull Racing an. Ihm folgte zu Red Bull in Peter Prodromou der Leiter der Aerodynamikabteilung. Er sei nicht der Letzte gewesen, zitierte "auto, motor und sport" einen Insider. Auch Ingenieur Nicholas Tombazis hat sich verabschiedet.

Neben den personellen Einschnitten macht dem Team aber auch der neue Motor des vor rund einer Woche erstmals getesteten MP4-21 zu schaffen. "Der Motor ist unsere größte Baustelle", gab Räikkönen zu. "Es kann dauern, bis das gelöst ist." Eine neue Version des V8- Motors FO 108S V8 soll bereits auf dem Prüfstand sein.

In der vergangenen Meisterschaft hatte das Vorgängermodell MP4-20 zwar als schnellster Wagen im Feld überzeugt. Allerdings kostete die Unzuverlässigkeit des silbernen Renners Räikkönen letztlich den Titel.

(apa/red)