Zwei weitere Bergsteiger sind auf dem Montblanc ums Leben gekommen. Ein 25-jähriger Spanier und eine fünf Jahre ältere Polin starben am Samstag an Kälte und Erschöpfung, nachdem sie auf dem Weg zum Gipfel in einer Höhe von etwa 4.400 Metern in einen Sturm geraten waren. Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, erlitten zwei spanische Alpinisten ihrer Seilschaft Verletzungen.
Die überlebenden Bergsteiger wurden von Rettungsmannschaften in eine Hütte gebracht. Sie sind nicht lebensgefährlich verletzt und sollten bei guten Wetterbedingungen noch am Sonntag nach Chamonix transportiert werden. Die spanisch-polnische Bergsteigergruppe sei auf einem Berggrat unweit des Gouter-Doms unterwegs gewesen und habe wahrscheinlich den üblichen Weg für den Montblanc-Aufstieg nehmen wollen, hieß es.
Die erfrorenen Alpinisten wurden am Samstagabend von Rettungsdiensten des Aostatals geborgen. Die beiden anderen Mitglieder der Seilschaft konnten aus der Höhe noch absteigen und wurden später von der Gouter-Hütte aus gesichtet. Von dort aus sei sofort eine Rettungsoperation gestartet worden. Erst am vergangenen Donnerstag waren im Montblanc-Gebiet neun Bergsteiger durch eine Lawine ums Leben gekommen .
Mittlerweile wurde bekannt, dass die beiden britischen Lawinenopfer den Aufstieg für einen guten Zweck gewagt hatten. Sie wollten Spenden eintreiben und damit ein Hospiz für Sterbende in der englischen Stadt York unterstützen, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA. Die Spendensumme habe vor dem Unglück bei nur 300 Pfund gelegen, nach ihrem Tod schnellte sie auf knapp 3.000 Pfund (rund 3.550 Euro) hinauf.