Mohammed-Karikaturen: Internet-Jux
diente als Vorlage für eine Fälschung

Franzose posierte für "Schweinequiek-Bewerb"

Eine der drei Karikaturen, die der dänische Imam Ahmed Abu Ladan den zwölf "echten" in einer 43 Seiten langen Broschüre beigefügt hat, um seinen Gesprächspartnern bei der Arabischen Liga und ägyptischen islamischen Würdenträgern zu "beweisen", wie groß der Hass auf Moslems in Dänemark sei, wurde jetzt von einem "Weblog" im Internet als Fälschung entlarvt. Der Sprecher des Imams, Akhmad Akkari, hatte behauptet, dass die zusätzlichen Karikaturen dänischen Moslems "zugeschickt" worden seien, nachdem sie Leserbriefe an die Zeitung "Jyllands-Posten" geschickt hatten. Die Namen der Empfänger der höchst beleidigenden Karikaturen wollte er jedoch nicht preisgeben.

Nach Angaben des Weblogs "politicallyincorrect" stellte sich im Nachhinein heraus, dass eine der drei Karikaturen in Wirklichkeit ein schlecht kopiertes Foto eines "Wettbewerbs für Schweinequieken" in Frankreich war. Das Farbfoto des AP-Fotografen Bob Edme zeigt den Franzosen Jaques Barrot, der sich ein Schweineohr aus Plastik aufgesetzt und eine kleine Schweinsnase über die Nase gezogen hat. Vor ihm ist ein Mikrofon zu sehen, wie auf der angeblichen Mohammad-Karikatur. Das Bild wurde am 15. August 2005 in der französischen Ortschaft Trie-sur-Baise aufgenommen und ist als Reportage über einen "Schweinequieken- Wettbewerb" unter der Internet-Adresse http://www.msnbc.msn.com/id/8959820 zu sehen.

Demnach ist hier eindeutig nicht der Prophet Mohammed dargestellt worden, von dem laut Islam Abbildungen strengstens verboten sind, sondern der Franzose Jaques Barrot. Die Original-"Karikatur", wie sie von dem dänischen Imam als Verunglimpfung des Islam präsentiert worden ist, kann im Internet inzwischen an vielen Stellen gefunden werden, so auch unter http://www.myblog.de/politicallyincorrect/cat/119087/0 .