Mehr als 90.000 Menschen starben 2005 bei
Naturkatastrophen: Erwärmung als Ursache

Auch Umweltzerstörungen tragen zu Unwettern bei

Bei Naturkatastrophen sind im Vorjahr weltweit mehr als 90.000 Menschen ums Leben gekommen. Wie die UN-Organisation "Internationale Strategie zur Katastrophenvorsorge" (ISDR) in einem Bericht mitteilte, gab es im vergangenen Jahr 360 Naturkatastrophen. Die meisten Menschen - mehr als 73.000 - starben den Angaben zufolge bei dem verheerenden Erdbeben in Pakistan.

Dank der verbesserten Frühwarnsysteme in vielen Ländern sinke die Zahl der Opfer von Katastrophen wie Hurrikanen oder Erdbeben jedoch seit einigen Jahrzehnten kontinuierlich, betonte die Organisation. Die wirtschaftlichen Schäden durch Katastrophen beliefen sich demnach auf 159 Milliarden Dollar (rund 132 Milliarden Euro).

Rund 157 Millionen Menschen seien 2005 in Folge von Naturkatastrophen in Not geraten, sagte ISDR-Direktor Salvano Briceno bei der Vorstellung des Berichts. Dies seien sieben Millionen mehr als noch im Vorjahr. Angesichts der fortschreitenden Umweltzerstörung und der drohenden Klimaerwärmung wachse zudem die Gefahr noch verheerender Naturereignisse. Auch durch die massenhafte Ansiedlung von Menschen in erdbebengefährdeten Mega-Städten in Entwicklungsländern mit ihren häufig mangelhaften Bauten entstehe zusätzliches Gefahrenpotenzial. Reiche Länder wie Japan hätten hingegen durch strenge Baukontrollen die verheerende Wirkung von Beben kontinuierlich reduzieren können.
(apa)