Martin Stranzl bleibt Stuttgart-Legionär: Teamspieler wechselt nicht nach Russland

VfB-Manager Heldt: "Ist ein wichtiger Spieler für uns" Ablöse mit "nicht unter 3,5 Millionen Euro" angegeben

Der internationale Transfermarkt schloss seine Pforten bis zur Sommerpause. Wenige Stunden davor war aus rot-weiß-roter Sicht eine wichtige Entscheidung gefallen: ÖFB-Teamspieler Martin Stranzl geht nicht nach Russland, sondern bleibt dem deutschen Bundesligisten VfB Stuttgart erhalten.

Ein russischer Erstligist aus der Hauptstadt - laut Zeitungen soll es sich um den Ex-Pogatetz-Klub Spartak gehandelt haben - hatte den 25-jährigen Burgenländer umworben. Jetzt zog VfB-Teammanager Horst Heldt unter die Causa einen Schlussstrich. "Ich habe abgesagt", wird der Ex-Spieler mit Sturm-Graz-Vergangenheit auf der Homepage des Vereins zitiert.

Heldt begründete die Entscheidung, den zuletzt von Trainer Giovanni Trapattoni nicht in der Anfangself berücksichtigen Defensiv-Mann nicht Richtung Osten ziehen zu lassen, so: "Martin ist ein wichtiger Spieler für uns. Auch für die Zukunft des VfB. Grundsätzlich wollten wir ihn nicht abgeben. Aber dann gab es diese Anfrage aus Russland. Ich habe dem Verein aber abgesagt und damit ist klar, dass Martin Stranzl beim VfB bleiben wird."

Der Legionär, dessen Ablöse der Klub mit "nicht unter 3,5 Millionen Euro" angegeben hatte, besitzt im Schwabenland noch einen bis Sommer 2008 gültigen Vertrag. Er war Mitte 2004 vom TSV 1860 München gekommen und hat für den VfB bisher 42 Liga-Spiele (ein Tor/insgesamt 138 Liga-Partien/5) bestritten. Am Wochenende beim Heim-0:1 gegen MSV Duisburg war dem "Ösi" der DFB-Teamkandidat Andreas Hinkel als Abwehrspieler vorgezogen worden.

Stranzl: "Angebot aus Moskau war gut"
Die Entscheidung, dass Stranzl nicht nach Moskau wechselte wurde vom Verein nach Rücksprache mit dem Österreicher getroffen. "Das Angebot war sehr gut und da ich derzeit auch unzufrieden bin, überlegt man schon", sagte der Burgenländer. Er sei aber zuversichtlich, sich wieder in die Elf von Trapattoni spielen zu können.

"Ich werde im Training Gas geben und wenn ich die Möglichkeit erhalte, werde ich sie nützen. Wenn der Verein sagt, ich sei ihm wichtig, dann nehme ich an, dass das auch so ist", meint Stranzl. Dass er zuletzt kein Leiberl hatte, habe nichts mit dem rechten Abwehrmann Hinkel zu tun. "Am liebsten spiele ich in der Innenverteidigung", so Stranzl.

(apa/red)