Märchenhaftes Comeback? Fusar-Poli & Margaglio im Eistanz-Bewerb in Goldspur

Italienisches Duo nach toller Pflicht auf erstem Platz Medaillen-Entscheidung fällt in Kür am Montag

Nach vier Jahren Wettkampf-Pause haben die Italiener Barbara Fusar-Poli/Maurizio Margaglio überraschend die Führung im olympischen Eistanz-Wettbewerb übernommen. Die Weltmeister von 2001 behaupteten sich am Freitag in Turin mit ihrem Pflichttanz knapp mit 38,78 Punkten vor den Doppel-Weltmeistern Tatjana Nawka/Roman Kostomarow (38,20) aus Russland und den Bulgaren Albena Denkowa/Maxim Stawiski (37,65). Der 90 Sekunden dauernde Ravensburger Walzer zählt mit etwa 20 Prozent zum Gesamtergebnis, das am Montag nach der Kür feststeht.

Die zwölf Preisrichter votierten wie die 5.000 Zuschauer in der nicht ausverkauften Palavela-Arena, die nach dem Vortrag der Mailänder frenetisch applaudierten. "Wir wollen die Goldmedaille, deshalb sind wir zurückgekommen", sagte der 31 Jahre alte Margaglio. In Salt Lake City hatte das Paar Bronze gewonnen und danach keinen Wettbewerb mehr bestritten. "Wir wollen zeigen, dass wir auch noch mit den Jungen mithalten können", meinte der Italiener, der zudem auf den Heimbonus bauen kann.

Auch die dreifachen Europameister Nawka/Kostomarow werden um den Sieg kämpfen. "Wir sind überzeugt von uns und sind heute sehr gut gelaufen", sagte der Moskauer. Nach den Paarläufern Tatjana Totmianina/Maxim Marinin und Jewgeni Pluschenko wäre es das dritte Eiskunstlauf-Gold für Russland in Turin.

(apa/red)