Madonna in Wien von

Pop-Queen verstörte

Superstar mit Verspätung und düster-lauter Techno-Show im nicht vollen Praterstadion

  • Madonna in Wien
    Bild 1 von 16 © Bild: APA/Oczeret

    Madonna in Wien

    Die Pop-Diva trat im Ernst Happel-Stadion auf.

Das war über weite Strecken Heavy Metal: laut, aggressiv, düster, verstörend. MDNA-Show, weniger Konzert als Achterbahnfahrt zu Techno-Beats. Ein Teil des Publikums wusste damit wenig anzufangen und freute sich über Pop-Lichtblicke wie "Like A Prayer", aufgeführt mit Gospel-Chor. Das Ernst-Happel-Stadion war passabel gefüllt, aber bei weitem nicht voll.

Und der Star ließ seine Fans lange auf die Darbietung warten. Madonna und Wien, das ist so eine Geschichte. Der erste Besuch der Diva vor fast genau vier Jahren fand an einem unwirtlichen Ort auf der Donauinsel statt und hinterließ nicht nur deshalb einen schalen Nachgeschmack. Der Gesang der mittlerweile 53-Jährigen hatte mehrmals Schieflage, die Show wirkte in Abschnitten inhomogen. Was angesichts der recht üppigen Kartenpreise nicht verziehen wurde.

Unter keinem guten Stern
Die aktuelle Tour steht generell unter keinem guten Stern: Das Album "MDNA" stürzte ab , der Kartenabsatz lief teils zäh. Madonna scheint das zu beflügeln: Das Spektakel im Prateroval war eine faszinierende Reizüberflutung zu wabernden Bässen, bei dem die Inszenierung mehr Bedeutung hatte als die Live-Musik. Religiöse Motive verschmolzen mit Splatter-Effekten (großartig wie brutal: "Gang Bang"), Kampfansagen ("I Don't Give A*") mit sexuellen Fantasien ("The Erotic Candy Shop") und mit baskischer Folklore ("Open Your Heart").

Buhende Fans "keine Fans"
Politkritik (inklusive umstrittenem Le-Pen-Video ), Sadomaso, Scheidungstraumabewältigung mit Lieberhaber-Gemetzel und Cheerleader-Gehopse in eine runde Show zu verpacken - das war Pop pur. Madonna zeigte sich in Unterwäsche (und hauchte dazu "Like A Virgin" mit Klavierbegleitung im Walzertakt), im Catsuit, mit Swarovski-Glitter und wütend: Die Leute, die sie vor drei Tagen in Paris ausgebuht hatten, seien "keine Fans" gewesen, verkündete sie aufgeregt.

Drama mit Bumm-Bumm
Wer eine heile Popwelt erwartet hat, konnte nach dem Opener "Girl Gone Wild" enttäuscht rausgehen und nur bei der Ballade "Masterpiece" und "Like A Prayer" (nur hier gab es - nach fast zwei Stunden - so etwas wie Stadion-Stimmung) wieder reinschauen. Die Sängerin, die manchmal so tat, als würde sie Gitarre spielen, verzichtete auf eine Nostalgierevue mit ihren größten Hits und tischte stattdessen ein zeitgerechtes, wüstes Drama mit Bumm-Bumm-Adrenalinstößen auf. Um Madonna zu zitieren: "I'm gonna be ok, I don't care what the people say."

Kommentare

Sex & Drugs & Rock & Roll 2012 - 2. Teil Dann schnippen seine Finger durch die Luft.
Und dann ab!
Die Leibwächter strömen fort.
Sie stoßen sich den Weg für IHN
nicht bloß mit Worten frei.
Sie reißen eine Türe auf
zur noch schnellen und so Weißen Limosinen Lutscherei!

Gefickt wird ES vom Band-Bus
dann noch hinterher!
ER mag so ETWAS in letzter Zeit nicht mehr so sehr!
Wie toll!?

Wer es nicht glauben mag,
der versteht noch immer nicht:

So ist ER heut\',

Der Sex & Drugs & Rock & Roll
Zweitausend Und Zwölf!

Epilog:
Bitte, wer kann es schon wirklich wissen, weshalb die ganz, ganz großen Musiker der 68er-Generation schon viel zu früh von uns gegangen sind? Vielleicht haben sie es ja geahnt und wollten nicht so enden!? Natürlich gibt es Ausnahmen davon! Ich sage bloß:
LUTHER ALLISON!

© Copyright by Lothar Krist (29.07.2012

buji2010 melden

Sex & Drugs & Rock & Roll 2012 (Beschreibung einer Momentaufnahme in einem VIP-Zelt nach einem Rock-Festival in Form eines brutal-realistischen Zynikums. - Es geht um einen MANN, darum hier im Forum einer Frau, damit ER nicht kompromittiert wird.)

Was alkt da an der Bar
an einem schönen Weib herum?
ER
dreht sich um!
Dann erbricht sein Mageninhalt sich
ins Gebüsch dahinter.
ER dreht sich wieder um!
ER umfasst das wirklich schöne Weib
und presst ES fest an sich
und steckt ihr dann ganz tief
seine Zunge tief hinein
in ihren schon zuvor vom Management
bezahlten Schlund.

Dann zerbricht ERich vor Lachen!
ER erstickt auch fast daran!
ER fasst mit wechselnd hartem Griff
ihre Mega-Titten an
und schüttelt sie zuletzt sogar
fast zart
mit seiner von Leberflecken übersäten
und so greisengeilen
Gitarren-Götter-Hand!

buji2010 melden

Re: Sex & Drugs & Rock & Roll 2012 natürlich muss es heißen:
"Dann zerbricht ER sich vor Lachen!"

Keine Ahnung, wie DAS "passiert" ist!

paulito80 melden

die es können, machen es... ...die es nicht können, schreiben darüber!

Wenn das Konzert zu verstörend gewesen sein sollte, das nächste Mal besser zu Andrea Berg gehen!

Landleben melden

Re: die es können, machen es... Schau mir so einen Mist erst gar nicht an,selber Schuld wer hingeht und dafür auch noch bezahlt,die Zeit von Madonna ist vorbei.

pusher23 melden

Re: die es können, machen es... Seh ich genau so wie Landleben. Aber wem es gefällt der soll hingehen, wem anderen gefallen die Veranstaltungen wo ich bin auch nicht. IMHO soll Madonna ihre okkulte Scheiße behalten!
Ach ja, "MDNA" erinnert mich stark an eine Abkürzung für eine Droge und ich werd das Gefühl nicht los dass das beabsichtigt ist.

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Musik
Homer und Psy
Psy

Bei Homer geklaut

Eigentlich hat der Südkoreaner gar nicht selbst seinen "Gentleman"-Tanz erfunden