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Lufthansa-Tochter Eurowings steht vor massivem Streik

Geltende Tarifverträge und Friedenspflicht laufen Ende September aus

Der Lufthansa -Billigtochter Eurowings drohen schon in einer Woche massive Streiks der Flugbegleiter. Deren Gewerkschaft Ufo brach die Tarifverhandlungen für das Kabinenpersonal von Eurowings vor wenigen Tagen ergebnislos ab. "Damit werden von uns massive Arbeitskampfmaßnahmen bei Eurowings nicht mehr ausgeschlossen", sagte Ufo-Tarifvorstand Nicoley Baublies am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.

Da die geltenden Tarifverträge und die damit verbundene Friedenspflicht Ende des Monats ausliefen, müssten Eurowings-Passagiere ab dem 1. Oktober mit Streiks rechnen. Bei dem Lufthansa-Günstigableger arbeiten auf Vollzeitstellen umgerechnet etwa 2.500 Stewards und Stewardessen. Eurowings fliegt mit etwa 90 Flugzeugen.

Hintergrund ist ein lange Zeit schwelender Konflikt. Ufo und die Eurowings-Spitze versuchten zwei Jahre lang, sich auf neue Tarifverträge über die Arbeitsbedingungen und die Bezahlungen zu einigen. Doch sei die Firma hinter früheren Zusagen zurückgefallen, sagte Baublies.

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