Sportgroßveranstaltungen und Politik-Prominenz, das war immer schon ein unschlagbares Doppel. Das ist auch bei den am Freitag beginnenden Olympischen Spielen von London nicht anders und so begibt sich eine erkleckliche Anzahl von Volksvertretern nach London, um den österreichischen Athleten auf die Finger, respektive die Beine zu schauen.
Kanzler Werner Faymann lässt sich in London ebenso blicken wie Sportminister Norbert Darabos und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. Ferner eine Olympia-Reise in Angriff nehmen wird der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter, ebenfalls vorbeischauen könnte Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler.
Platter bei Österreich-Haus-Eröffnung
Bereits am Donnerstag wird das Österreich-Haus eröffnet, das von der Tirol-Werbung gesponsert wird. Dies nimmt Landeshauptmann Platter zum Anlass, sich in London zu zeigen, wo er auch auf den Kanzler treffen wird. Der nimmt sich drei Tage Zeit für Olympia, wobei auch das Dienstliche nicht zu kurz kommen soll. Im Rahmen eines Empfangs der Queen am Freitag ist ein Gespräch mit dem britischen Premier David Cameron geplant.
Fixpunkt in Faymanns Sportprogramm ist ein Besuch der Judo-Halle am Samstag, wo er auf olympisches Edelmetall für Österreich durch Judoka Ludwig Paischer hofft. Der wird auch von seinem Landsmann, Salzburgs Sportreferent David Brenner, angefeuert, der sich zu Beginn der Spiele einige Tage in London aufhalten wird.
Volles Programm für Darabos
Seinem Amt entsprechend ein besonders ausgedehntes Olympia-Vergnügen gibt es für Sportminister Darabos, der auch in seinem eigentlichen Erstjob als Verteidigungsminister guten Grund für eine London-Reise hat. Immerhin stellen die Heeressportler knapp mehr als die Hälfte des österreichischen Aufgebots. Darabos wird rund eine Woche in London bleiben und dabei jede Menge Wettkämpfe beobachten, wie sein Sprecher auf Anfrage der APA betonte. Besonders dort, wo Österreich in Medaillennähe gelangen könnte, wird man den Minister antreffen, etwa - wie Faymann - beim Judo, aber auch beispielsweise beim Beach-Volleyball, beim Tischtennis und beim olympischen Tennis-Turnier in Wimbledon.
Die vielleicht größten österreichischen Medaillen-Chancen gibt es im Kanu. Neben Corinna Kuhnle im Wildwasser-Bewerb ruhen die Hoffnungen auf den Flachwasser-Paddlerinnen Yvonne Schuring und Viktoria Schwarz. Letztere dürfen sich über Unterstützung aus der näheren Heimat freuen, hat sich doch Oberösterreichs Sportlandesrat Viktor Sigl während ihrer Läufe angesagt.
Reise-Überlegungen Richtung London gibt es auch von Kärntens Landeshauptmann Dörfler. Genaueres war hier aber noch nicht fixiert. Aus dem Büro von Innenministerin Mikl-Leitner war vorerst nur zu erfahren, dass sie den Spielen einen Besuch abstattet. Was sie dort wann zu tun gedenkt, teilte ihr Büro auf APA-Anfrage fürs erste nicht mit.
Kommentare
Politikerreisen Trotz schwerer finanzieller und wirtschaftlicher Probleme Reisen unsere Politiker Schamlos herum.Es ist nicht ihr Geld.Es sind nur Steuergelder-Volksvermögen, was verschleudert wird. Wenn der Sportminister dort ist das reicht es allemal!Der Hr. Kanzler und der Hr. Vizekanzler sollen nutzbringede Arbeit in Österreich verbringen und mit dem :Gib mir das-erhälst Du das und wenn das nicht so läuft geht gar nix- Motto endlich aufhören. Schämt EUCH!
Re: Politikerreisen Denen ist die Meinung des Volkes vollkommen egal. Hauptsache sie kriegen ihren Gierhals voll.
Egal von welcher Partei sie sind.
Fischer und die SPÖ sind gegen mehr Demokratie. Haben anscheinend ihre Freunde in Nordkorea als Vorbild.