Die Tendenz zur klassischen Unterkunft in Hotels ist nicht erst seit den Olympischen Spielen in London rückläufig. Immer mehr Reisewütige greifen besonders im Zuge von Großveranstaltungen zu billigeren Alternativen. So war etwa bereits bei der EURO 2008 in Österreich ein eindeutiger Trend zum Mieten von Privatwohnungen erkennbar.
Dass London nicht unbedingt die preiswerteste Stadt der Welt ist, ist hinlänglich bekannt. Dass dies im Besonderen auch auf die Miet- und Hotelunterkunftspreise zutrifft, ebenso. Aus diesem Grund sind viele Olympia-Fans auf der Suche nach preiswerten Alternativen, wenn es um die Unterkunft vor Ort geht.
"Komfort für 27 am Tag"
Internetplattformen wie
"Airbnb"
bieten nun die Möglichkeit, relativ günstige Privatwohnungen in der Nähe der Veranstaltungsstätten zu mieten. "Die Wohnung liegt nur etwa 20 Minuten vom olympischen Dorf entfernt in Camden Town - die Infrastruktur hier ist nahezu ideal", berichtet ein österreichischer Olympia-Fan und zeigt sich auch von den Mietpreisen positiv überrascht: "wir beziehen eine sehr komfortabel eingerichtete Wohnung für 9 Personen - inklusive 3 Schlafzimmern mit jeweils einem Doppel- und Einzelbett - und zahlen 27 pro Person und Tag." Das Angebot der Plattform bezieht sich natürlich nicht nur auf Großveranstaltungen wie London 2012, sondern ist prinzipiell für kürzere oder längere Aufenthalte im Ausland nutzbar.
Modell schon bei EURO profitabel
Ganz neu sind Mietdienstleistungen dieser Art freilich auch nicht. Bereits bei der EURO 2008 in heimischen Gefilden war ein eindeutiger Trend zur Privatunterkunft auszumachen. Damals waren es vor allem Anbieter wie
"Prooms"
, die vom Fanansturm aus ganz Europa profitierten. "Wir konnten während der EURO mehr als 2.000 Unterkünfte in den EM-Spielstätten anbieten. 1.800 Nächtigungen wurden tatsächlich gebucht", so Promms-Initiator Christof Hofstätter.