Lkw kracht in Tankstelle: Angestellte konnte Explosion gerade noch verhindern

Mit Not-aus-Schalter Zapfsäulen-Ventile geschlossen Unglückslenker kam mit leichten Verletzungen davon

In Golling ist ein Sattelschlepper gegen eine Zapfsäule einer Tankstelle geprallt. Die Säule wurde komplett weggerissen, das Fahrzeug fing sofort Feuer. Eine mögliche Katastrophe verhinderte eine Bedienstete, die geistesgegenwärtig den so genannten Not-aus-Schalter für die gesamte Tankstelle betätigte, wodurch die Rückschlagventile die Zapfsäulen schlossen und keine Explosionsgefahr mehr bestand. Der Lenker kam mit leichten Verletzungen davon.

Der Chauffeur, ein 45-jähriger Ungar, wollte gegen 0.30 Uhr eine Pause bei der Raststation Golling an der Tauernautobahn A10 einlegen. Bei der Zufahrt kam der Sattelzug auf der matschigen Straße in Rutschen. Dadurch konnte das Kfz nicht mehr gelenkt werden und krachte gegen die Zapfsäule. Das Fahrzeug fing sofort Feuer, der leicht verletzte Lenker konnte sich aber noch in Sicherheit bringen.

Der Brand breitete sich auf das gesamte Fahrzeug sowie das Tankstellendach aus, teilte die Feuerwehr später mit. Die Einsatzkräfte fluteten das gesamte Areal mit Schaum und deckten die frei liegende Stelle der abgerissenen Zapfsäule mit Löschschaum ab. Dadurch war die Gefahr endgültig gebannt. Die Zugmaschine brannte aber völlig aus, und auch der geladene Rohtabak wurde unbrauchbar.

Der Lenker wurde vom Roten Kreuz in das Krankenhaus Hallein eingeliefert. Ein Alkotest verlief negativ. Laut Feuerwehr hatte er großes Glück, weil das Führerhaus sehr stark eingedrückt worden war. Die Tankstelle musste auf Grund des Unfalles auf unbestimmte Zeit gesperrt werden. (apa/red)