Live vom Schulhof: Jede Woche eine neue, aktuelle und spannende Story auf NEWS.at

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Meine Schulalltag beginnt mit einem nervtötendem, laut piependen Wecker, der erstens viel zu früh (!) und zweites viel zu laut klingelt. Wenn ich mich dann letztendlich gezwungen hab, aufzustehen, schlaftrunken zum Fenster zu torkeln, dieses dann zu schließen und auf die nasse, dunkle und kalte Straße hinauszusehen, dann merke ich immer wieder, wie ich doch ganz und gar ferienreif bin.

Duschen, frühstücken, den Schlafanzug gegen ein, nach gefühlten 20 Minuten, ausgewähltes Outfit austauschen und in windeseile meinen Schulranzen (naja, eigentlich eher meine Umhängetasche) mit schnell zusammengesuchten Heftern füllen.

Ich nehme es mir wirklich jedes Mal aufs neue vor, aber es will einfach nicht funktionieren, der Weg zum Bus wird wieder eine Sprint-einlage vom Feinsten. Entweder ich sehe dann die Buslichter im Nieselregen verschwinden oder ich kann den Busfahrer mit einem einfach unwiederstehlichen Lächen davon überzeugen mir vielleicht doch noch einmal die Tür zu öffnen.

Nun ja, in der Schule angekommen sitze ich dann gähnend auf meinem Platz, zu faul und zu müde, meine Jacke auszuziehen und mein Zeug auszupacken, und warte bis all die anderen kommen, und damit schließlich auch der Lehrer.
Chemie... Mathe... Physik... Kunst (Ein Lichtblick in all dem Grau :)... Sport (geht in dieser unausgeschlafenen Verfassung schon garnicht), Deutsch... und so weiter.
Am Tag dann pumpe ich Energie und die Müdigkeit schwindet. :D [...]
Aber wenn ich schließlich im Bus nach Hause sitze könnte ich im sanften hin-und herruckeln wunderbar einschlafen. So wunderbar, dass es fast schon wehtut, bei der laut dröhnenden Ansage meiner Station, mich zu zwingen, meine Augen zu öffnen und auszusteigen. Schließe ich dann die Tür zur Wohnung auf, sage ich mir jedes Mal aus Neue: "Nora, heute gehst du früher ins Bett. Und heute lässt du diesen verdammten Computer einfach mal aus und lernst stattdessen oder machst Hausaufgaben..."
10 Minuten später flimmert allerdings wieder der Bildschirm und je länger ich hier sitze, desto fitter werde ich. Ich bin eben ein Nachtmensch. Dann lieg ich eben doch erst wieder um 24 Uhr im Bett und der Wecker, der um halb 6 klingelt, wird mich wieder so unsanft aus den Träumen wecken, dass ich mir wahrscheinlich irgendwann vornehmen werde einen heimtückischen Racheplan gegen alle Wecker dieser Welt zu erstellen... Helft ihr mir? Schulbeginn um 11 Uhr und dieses abgrundscheußliche Ungetüm von Wecker ist für ein und alle mal verbannt. :D Nora L.

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