Linzer Voestalpine auf Rekordkurs: Stahl-konzern erhöht Gewinnprognose auf 700 Mio.

Das sind 100 Millionen mehr als zuerst angenommen Deutliche Zuwächse gab es in allen Konzernsparten

Österreichs größter Stahlkonzern Voestalpine hat seine Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr 2005/06 erneut angehoben. Nach einem starken Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen rechnet Generaldirektor Eder nun mit einem Anstieg des operativen Gewinns (Ebit) auf "annähernd 700 Millionen Euro". Bisher hatte seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr auf mehr als 600 Mio. Euro gelautet.

Wie bereits nach dem ersten Halbjahr sieht sich die Voestalpine auch nach dem dritten Quartal auf dem Weg zu einem neuen Ergebnisrekord. Beim Umsatz wird 2005/06 angesichts einer anhaltend guten Stahlkonjunktur ebenfalls ein historischer Höchstwert erwartet: Im Visier sind "deutlich über 6 Milliarden Euro". Im Jahr davor lag das Umsatzvolumen bei 5,8 Milliarden.

Wie das Linzer Unternehmen mitteilte, wuchs der Umsatz in den ersten neun Monaten 2005/06 um 16,4 Prozent von 4,17 auf 4,86 Mrd. Euro. Deutliche Zuwächse habe es dabei in allen Konzernsparten gegeben: Stahl (+18,3 Prozent), Bahnsysteme (+19,5 Prozent), Profile (+15,1 Prozent) und Automotive (+9,1 Prozent). Ihre Rohstahlproduktion hat die Voestalpine, die zuletzt mehr als 23.400 Mitarbeiter beschäftigte, um 8,3 Prozent auf 4,73 Millionen Tonnen hochgefahren.

Im Gesamtkonzern stieg der Betriebsgewinn (Ebit) in den ersten drei Quartalen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 56,6 Prozent von 349,2 auf 547,0 Mio. Euro. Besonders starke Zuwächse verbuchte die Division Bahnsysteme (Schienen/Weichen) mit einem Ebit-Plus von 104,7 Prozent, die Stahlsparte steigerte ihren Betriebserfolg um 67,7 Prozent.

Beim Vorsteuerergebnis (Ebt) übertraf der Voest-Konzern nach den ersten drei Quartalen (April bis Dezember 2005) mit 507,0 Mio. Euro den Vorjahreswert von 312,2 Millionen um 62,4 Prozent. Die Voest-Aktie schloss mit 96 Euro gut ein Prozent fester. (apa)