Nun buhlt Facebook-Gründer Mark Zuckerberg also um die Nachwuchs-Kundschaft, künftig sollen sich auch Kinder unter 13 Jahren ganz legal auf seinem Netzwerk tummeln dürfen. Logische Konsequenz: Pädagogische Bedenkenträger aller Chargen und Couleurs laufen gegen seine soziale Wwweiterentwicklung Sturm.
Und das natürlich nicht ganz zu Unrecht. Auch ich will nicht, dass die präpubertären Rülpser meiner Kids auf immer und ewig für die Personalchefs dieser Welt abrufbar sind, auch ich halte den Zuckerberg-Plan für brutalen Kinder-Kommerz. Dennoch glaube ich, dass jetzt nicht irgendwelche selbsternannten Sittenwächter gefragt sind, sondern schlicht und ergreifend wir Eltern!
Wer oder was zwingt uns denn, dem kindlichen Wunsch nach einem eigenen Smartphone und somit ungehindertem Internetzugang nachzugeben? Wer oder was zwingt uns denn, unsere Kleinen stundenlang unkontrolliert vorm Computer sitzen zu lassen? Der ungenierte Mister Zuckerberg oder die eigene, uneingestandene Bequemlichkeit? Auch wenn es hoffnungslos reaktionär erscheinen mag: Verbote wirken. Wer beispielsweise seinen Kindern den unkontrollierten Zugang zum Netz verbietet, der verhindert, dass sie auf Facebook ihr Gesicht verlieren.
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