Lebens-Art von

Im Freien ist es nur gefährlich...

Christoph Bacher pfeift im Büro auf das Sommerwetter

Lebens-Art - Im Freien ist es nur gefährlich... © Bild: NEWS

Diese Woche muss ich mir einmal die Meteorologen zur Brust nehmen. Diese gutgelaunten Verkünder von Badewetter an Wochentagen. Die säuselnd meinen, dass wir die Traumtemperaturen unbedingt nutzen sollen. Wie perfid ist denn das? Wisst ihr Wetterfrösche nicht, dass knapp vier Millionen Österreicher berufstätig sind? Dass davon bestenfalls zehn Prozent gerade zufällig Urlaub haben? Und dass bis Anfang Juli zusätzlich noch 1,16 Millionen Schüler ihre Zeit in den Klassen absitzen müssen? Kurzum: Knapp fünf Millionen Österreicher hackeln und haben von dem "Überdrüber-Superdupi-Sommerwetter" zwischen Montag und Freitag genau nix. Also hört auf, es fröhlich anzukündigen!

Immerhin geht es dabei auch um Motivation. Wenn man am Weg ins Büro schon hört, um wie viel schöner es in Bad oder Eissalon wäre, sinkt die Arbeitslust gegen null. Und das, liebe Meteorologen, ist volkswirtschaftlich fatal. Die südlichen Länder Europas zeigen ja gerade vor, wohin das im Extremfall führen kann.

Mein Vorschlag daher: Wird die Woche heiß, erwähnt einfach beiläufig die Ozonwerte. Nach dem Motto: "Wie gut, dass Sie im sicheren (und im Idealfall klimatisierten) Büro sitzen. Denn im Freien wäre es jetzt echt gefährlich." Ich sag mir das die ganze Zeit vor.

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