Wem Fußball wurscht ist, der ist dieser Tage arm dran. Fernsehen ist komplett gestrichen. Denn auch das Kontrastprogramm ist bescheiden: Dort wird offenbar eine globale Senderchef-Verschwörung der Restmüll des Jahres entsorgt. Rosamunde Pilcher? Brrr. Da hilft nur noch der Erwerb der gesamten "Spiegel"-Bestseller-Liste.
Ich spreche natürlich nicht von mir. Wo denken Sie hin? Ich bin Bubenmutter! Zum Ignoranz-Verzicht quasi zwangsverpflichtet. Spätestens seit der Große bei einem hoffnungsvollen örtlichen Verein mit Zug zur Oberliga B eincheckte. Gut, ich kenne mich nicht aus, was ich aber stets geschickt mit doppeltem Enthusiasmus-Einsatz kaschiere.
Dann kam Platter. Der Tiroler Lokalmatador der sportiven Komplett-Ahnungslosigkeit bedachte unseren Shootingstar David Alaba mit einem zünftigen "How do you do?". Damit kassierte der schwarze Provinzkaiser die rote Karte und kickte sich elegant ins Mittelfeld eines veritablen Shitstorms. Sein Weltbild wurde unrund: Da tauscht man Freundlichkeiten aus, und dann soll man jeden Dahergelaufenen am Spielfeld auch noch kennen? Meine Jüngsten melden sich jetzt beim Tennis an. Das ist nicht nur numerisch ein idealer Ballsport für Zwillinge. Die Chancen stehen 50:50, dass man, später millionenschwer und zu Weltruhm gelangt, von Politikern daheim eventuell sogar erkannt wird.
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