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Bei Zeus! Was ist los mit euch?

Christoph Bacher über Urlaub in Griechenland

Lebens-Art - Bei Zeus! Was ist los mit euch? © Bild: NEWS

Das waren noch Zeiten, als STS sangen, dass sie "irgendwann dann durt" bleiben, mit "einer Bottle Rotwein in der Hand und den Fiaß im weißen Sand". Griechenland war damals Traumziel von gestressten Herzinfarktphobikern. Hellas war der Olymp unter den Sommerzielen. Und jetzt? Bei Zeus! Was ist nur mit euch Reisewilligen los?

Die Buchungen für Griechenland sind um bis zu 30 Prozent eingebrochen. Nicht nur in Österreich, auch die Deutschen und Franzosen wollen von Ouzo und Tsatsiki heuer nichts mehr wissen. Die einen meiden das Land, weil sie Streiks und gewalttätige Ausschreitungen befürchten. Nun gut. Andere wissen aber, dass sich die Demonstrationen allein auf Athen beschränken, die Inseln dagegen absolut sicher sind und ein Übergreifen der Proteste nicht zu befürchten ist. Sie meinen schlicht: "Warum sollen wir denen noch mehr Geld bringen?"

Emotional einleuchtend, rational ist das dumm. Denn die Tourismusbranche beschäftigt in Griechenland nicht weniger als 768.000 Menschen und sorgt für 15,7 Prozent der Einnahmen des Landes. Wer also seinen Beitrag zur Bewältigung der Griechen-Krise leisten will und das Land mag, sollte jetzt den Kopf aus dem und die Füße in den Sand stecken – und zwar in Kreta, Paros, Santorin oder sonstwo. Bei Zeus!

Was meinen Sie? Feedback an bacher.christoph@news.at

Kommentare

Urlaub in Griechenland Ich kann hier nur zustimmen. Ich war letzten Sommer erstmals als Urlaubsgast auf den
griechischen Inseln und habe von Unruhen und Streiks nichts bemerkt. Alle Leute im
Fremdenverkehr sind sehr um den Gast bemüht. Wenn auch diese Menschen noch in
den Ruin getrieben werden, hat niemand etwas davon. Und bezahlen werden wir weiter,
egal, was kommt. Ich bringe mein Geld lieber persönlich nach Griechenland und habe einen
schönen Urlaub als über den Umweg über die EU, wo ich nichts davon profitiere!

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