Rechtsstreit von

Leah Remini verklagt Scientology

Die Organisation wollte die Ausstrahlung ihrer TV-Doku mit allen Mitteln verhindern

Leah Remini © Bild: imago/Independent Photo Agency

In ihrer Biografie "Troublemaker: Wie ich Hollywood und Scientology überlebte" rechnet Leah Remini schonungslos mit der Organisation, die sich selbst als Religionsgemeinschaft bezeichnet, ab. In der TV-Doku "Scientology und die Nachwirkungen" legt der ehemalige "King of Queens"-Star nun nochmals ein Schäufelchen nach. Die Organisation, die die Ausstrahlung mit allen Mitteln verhindern wollte, wird von der 46-Jährigen verklagt.

Am Dienstag startete beim amerikanischen TV-Sender "A&E" eine achtteilige Dokumentation mit dem Titel "Scientology und die Nachwirkungen", in der Leah Reminis Leben nach dem Ausstieg aus der Organisation thematisiert wird. Wie der in der Regel gut informierte Blogger Tony Ortega berichtet, wollte Scientology die Serie bis zum Schluss mit allen Mitteln verhindern.

Leah Remini war bis zu ihrem Ausstieg im Jahr 2013 über 30 Jahre lang Mitglied der selbsternannten Religionsgemeinschaft, deren prominentestes Aushängeschild Hollywoodstar Tom Cruise ist. Trotz zahlreicher Drohungen wollte die Schauspielerin nach ihrem Ausstieg nicht schweigen, sondern die Praktiken von Scientology einer breiten Öffentlichkeit vor Augen führen. Kein Wunder, dass das der Organisation nicht schmeckte.

Remini klagt wegen Rufschädigung

Leah Remini wird als "verwöhnte Diva" und "Möchtegern-Schauspielerin" beschimpft, die nichts anderes tue, als "längst widerlegte Mythen über Scientology" neu zu erzählen. Sie "suche die Schuld immer bei anderen", weshalb man ihren Aussagen keinen Glauben schenken dürfe. Remini soll laut "Page Six" inzwischen wegen "früherer, aktueller und fortlaufender Rufschädigung und den dadurch entstandenen emotionalen und wirtschaftlichen Schaden" Klage eingereicht haben und eine Entschädigung von 1,5 Millionen Dollar verlangen.

Scientology-Anwalt Gary Soter bezeichnet Reminis Klage als "lächerlich", man darf gespannt sein, wie die Causa endet. Für Leah zählt rückblickend ohnehin nur der Rückhalt ihrer Liebsten. "Anders als viele, die von ihrer Familie verstoßen werden, wenn sie die Kirche verlassen, ist meine Familie mit mir ausgetreten, obwohl die Kirche tat, was in ihrer Macht stand, um uns auseinanderzubringen", schreibt sie ihn ihrem Buch. Auf Instagram postete sie ein Foto, das sie zusammen mit Familie und Freunden beim Schauen der ersten Folge ihrer TV-Doku zeigt.

Kommentare

JdMolay melden

Scientology ist ein menschenverachtendes Wahn-, Überwachungs- und Repressionssystem, das Familien zerstört, systematisch Menschenrechtsverletzungen begeht und den Einzelnen das Geld bis zum völligen Bankrott wegnimmt. Es ist wichtig sich im Vorhinein darüber zu informieren, sich gegen Anwerbung zu wappnen, nicht erst, wenn jemand aus dem Familien- oder Freundeskreis betroffen ist.

Izmir-Ibel
Izmir-Ibel melden

Wie so fast jede andere Sekte auch, ganz oben dabei die kath. Kirche.

JdMolay melden

Wusste gar nicht ,dass die kath. Kirche ihren Mitgliedern Sicherheitsüberprüfungen aufzwingt, die sie noch selbst bezahlen müssen. Dass die kath. Kirche Umerziehungslager betreibt, ihre Lehre stückweise zu horrenden Preisen verkauft, von Medizin abrät, etc. Aber sie dürfte wohle der Experte hier sein ...

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