Laut Zeitung: Ex-Kanzler Schröder drängte Freund Putin zu Kompromiss im Gas-Streit

Vertrauliche Telefonate mit russischen Staatschef

Der deutsche Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat sich nach einem Bericht des Hamburger Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" in vertraulichen Gesprächen um eine Beilegung des Gas-Streits zwischen Russland und der Ukraine bemüht. Er habe in Telefonaten mit Russlands Präsident Wladimir Putin und dem Chef des halbstaatlichen Gaskonzerns Gazprom, Alexej Miller, auf einen Kompromiss mit der Ukraine gedrängt, hätten Vertraute Schröders berichtet.

Schröders Berliner Büro wollte die Aktivitäten weder bestätigen noch dementieren. SPD-Parteifreunde hatten Schröder öffentlich aufgefordert, mäßigend auf die russische Seite einzuwirken. Sie hatte vorübergehend den Gashahn für die Ukraine abgedreht, weil Kiew sich weigerte, erheblich höhere Preise zu zahlen. Der 61-Jährige soll demnächst Aufsichtsratschef einer Gazprom-Tochter werden.

(apa/red)