Laut Medienberichten bewiesen: Saddam
wollte Massenvernichtungswaffen erwerben

Tonbänder mit Gesprächen des Ex-Diktators entdeckt

Die Auswertung von jüngst übersetzten Tonbändern mit Aufnahmen des ehemaligen irakischen Staatschefs Saddam Hussein belegen nach Berichten von US-Sendern seine geheimen Pläne für den Erwerb von Massenvernichtungswaffen. Wie der Nachrichtensender CNN berichtete, gibt es Aufzeichnungen von Gesprächen von Saddam mit Ministern und Offizieren über die Entwicklung biologischer Waffen.

Zudem habe Saddam - wie auch den Bändern zu hören sei - Mitte der neunziger Jahre Terroranschläge mit Massenvernichtungswaffen in den USA vorausgesagt. Davor habe er sogar Washington und London gewarnt. Der Irak allerdings werde niemals selbst solche Anschläge verüben, habe Saddam damals ausdrücklich betont.

US-Regierungsexperten haben laut CNN die Authentizität der zuerst vom Sender ABC ausgestrahlten Bänder bestätigt. Sie seien vom früheren UN-Waffeninspektor im Irak, Bill Tierney, für die US- Bundeskriminalpolizei FBI übersetzt worden. Die Bänder belegten, dass Saddam "besessen" von der Idee irakischer Massenvernichtungswaffen und deren Verschleierung vor UN-Kontrolleuren gewesen sei.

Die Bänder wurden den Angaben zufolge in einem Berg von 35.000 Kisten mit zum großen Teil noch nicht ausgewertetem Material gefunden, die nach der Invasion im Irak von den Amerikanern beschlagnahmt worden waren.

(apa)