Kuh-Attacken von

Rindvieh trifft Wanderer

So können gefährliche Zwischenfälle mit Weiderindern vermieden werden

Kuh-Attacken - Rindvieh trifft Wanderer © Bild: Corbis

Die Berichte über Unfälle von Wanderern und Kühen mehren sich. Mit ein paar Verhaltensregeln kann man unliebsame Zwischenfälle vermeiden.

Kühe sind sehr friedfertig und gehören zu den Fluchttieren, die bei Gefahr weglaufen. Verteidigen sie jedoch ihre Kälber, oder sehen keinen geeigneten Fluchtweg, kann die Reaktion auf Gefahr aber auch ein Angriff sein. Dieses Risiko kann mit einigen Grundregeln sehr einfach vermieden werden.

„Kühe haben einen sehr starken Mutterinstinkt“, erklärt Nikola Furtenbach, Kampagnenleiterin der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten". „Daher gilt als erste Regel: Wenn Wanderer Muttertiere mit ihren Kälbern sehen, sollten sie einen großen Bogen um die Kuh-Herde machen.“

Vor der Wanderung sollte man sich informieren, ob die geplante Route über Kuhweiden führt und ob es alternative Ausweichmöglichkeiten gibt. Besonders vorsichtig sollten Wanderer agieren, die mit ihrem Hund unterwegs sind. Hunde stellen natürliche Feinde für Rinder dar und können deren angeborenes Abwehrverhalten auslösen. Eine ursprünglich friedfertige Kuh-Herde kann plötzlich bedrohlich reagieren. Ist die Überquerung einer Weide unvermeidlich, sollte man sich möglichst ruhig verhalten und Hunde unbedingt an die Leine nehmen.

Die Begegnung mit Tieren in der freien Natur ist ein beeindruckendes Erlebnis. Doch auch wenn das Kälbchen noch so herzig scheint, darf es nicht berührt oder gefüttert werden, da dies den starken Schutzinstinkt seiner Mutter wecken könnte. Generell ist es ratsam, zu den Rindern größtmöglichen Abstand zu halten. Lärmendes Verhalten, das Imitieren von Kuhlauten und ruckartige Bewegungen sollten in jedem Fall unterlassen werden.

Ein respektvoller Zugang zur Natur und ihren Lebewesen ist jedenfalls die beste Voraussetzung für ein sommerliches Wandervergnügen.

Kommentare

Tierwelt