Künstler ohne Ansehen bei Österreichern: Gesundheitsberufe mit dem höchstem Wert

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Künstler ohne Ansehen bei Österreichern: Gesundheitsberufe mit dem höchstem Wert

Angehörige von Gesundheitsberufen wie Ärzte und Pflegepersonal genießen bei der Bevölkerung in Österreich das höchste Ansehen. Schlusslichter sind Prostituierte, Immobilienmakler, Schauspieler und Künstler. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts "market" hervor, deren Ergebnisse am Freitag veröffentlicht wurden.

"market" führte im November und Dezember persönliche Interviews mit 501 repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren ausgewählten Personen durch. Dabei kamen wie bei einer vergleichbaren Erhebung im Jahr 2001 die Ärzte auf den ersten Platz, gefolgt von Pflegepersonal und Landwirten. Die Handwerker konnten sich um zwei Plätze verbessern und landeten auf dem vierten Rang noch vor den Lehrern. Diese vier Berufsgruppen halten jeweils mehr als 80 Prozent der Bevölkerung für sehr wichtig für Österreich.

An der gesellschaftlichen Relevanz von Politikern hat sich den vier Jahren nichts geändert: Jeder zweite Befragte ist von ihrer Wichtigkeit überzeugt. Wissenschafter rutschten verglichen mit 2001 von der 9. auf die 18. Stelle ab, IT-Fachkräfte von Platz elf auf Platz 22.

Betrachtet man die gesellschaftliche Relevanz der Berufsgruppen nach dem Alter, zeigt sich, dass mit zunehmendem Alter signifikant die Wertschätzung für Greißler, Bankangestellte und Reinigungskräfte steigt. Skilehrern, Friseuren und Reinigungskräften wird von Frauen ein bedeutend höherer gesellschaftlicher Stellenwert zugeschrieben als von Männern.

Am geringsten ist die Wertschätzung für Prostituierte (31 Prozent), Immobilienmakler (34 Prozent), Schauspieler und Künstler (jeweils 37 Prozent). 46 Prozent der Österreicher halten Journalisten für sehr wichtig für das Land, sie liegen damit gleichauf mit Steuerberatern.
(apa)