"Krone"-Konflikt eskaliert: WAZ beantragt einstweilige Verfügung gegen Hans Dichand!

Kuhn am Betreten der Redaktion gehindert worden?

Im Konflikt um die Chefredaktion der "Kronen Zeitung" hat die WAZ-Gruppe nun gerichtliche Schritte gegen "Krone"-Hauptgeschäftsführer Hans Dichand angekündigt. Dies teilte der Medienkonzern, der 50 Prozent am Kleinformat hält, mit. Per einstweiliger Verfügung soll Michael Kuhn, von Dichand vergangene Woche abgesetzter Chefredakteur, wieder Zutritt zum "Krone"-Haus erlangen.

Dichand hatte Kuhn in der Vorwoche fristlos entlassen, Kuhn hatte aber weitergearbeitet, da er und die WAZ auf dem Standpunkt stehen, die Entlassung sei "rechtsunwirksam". Am Montag aber sei Kuhn der Zutritt zum Pressehaus in Wien-Heiligenstadt verweigert worden, berichtete die WAZ. Dichand habe Kuhn "auf diese Weise an der Ausübung seiner Funktion gehindert".

"Die WAZ- Mediengruppe ist über diesen unerhörten Vorgang empört und wird diesen rechtswidrigen Eingriff in die Tätigkeit der Chefredaktion nicht hinnehmen", hieß es wörtlich. Daher beantrage man eine einstweilige Verfügung, damit Kuhn wieder "ungehindert" als geschäftsführender Chefredakteur amtieren könne.

In einer Betriebsversammlung hatte die Belegschaft sich vergangene Woche hinter Kuhn gestellt und seine Wiedereinstellung gefordert. Laut "Standard" (Montagausgabe) war für Montagvormittag ein Treffen zwischen Dichand, dem Betriebsrat und Ressortleitern angesetzt. Von Dichand gab es auf APA-Anfrage nach wie vor keinen Kommentar zu Causa. (apa/red)