Kolumbien von

Blutige Stierkämpfe

Mindestens zehn Verletzte bei umstrittenem Spektakel in San Tomas

Trotz jahrelanger Proteste von Tierschützern gibt es sie immer noch: Stierkämpfe. Vor allem junge Männer wollen sich im "Kampf" gegen Bullen beweisen. Hunderte haben sich in die kleine Arena des Dorfes San Tomas in Kolumbien gedrängt. Mindestens zehn Menschen wurden bei dem blutigen Schauspiel verletzt. Nun möchte sich endlich die kolumbianische Politik mit dem Thema beschäftigen.

Allerdings geht es in der aktuellen Diskussion nicht darum, dem blutigen Schauspiel endgültig ein Ende zu setzen. Stattdessen sollen die Kämpfe lediglich sicherer werden. Für die Menschen versteht sich. Und selbst diese Maßnahme wird von Verfechtern des umstrittenen Events nur ungern gesehen. Hier gilt die Devise: Je brutaler die Show, desto mehr Jubel beim Publikum.

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fuerTiere

Jedes Jahr werden alleine in Spanien über 40.000 Stiere getötet. Die Stierkampf-Industrie erhält schätzungsweise etwa 530 Millionen Euro an Subventionen von der EU. Ohne diese Mittel könnte das blutige Spektakel gar nicht stattfinden. Noch bevor die Tiere die Arena betreten, werden sie mit Elektroschocks traktiert. Oft verabreicht man ihnen Abführmittel und in ihre Augen wird Vaseline gerieben, um ihre Sehkraft zu trüben. In der Arena angekommen werden sie mit Lanzen und Speeren verletzt und gequält. Nach der grausamen Prozedur versucht schließlich der „Matador“, die geschwächten und panischen Tiere mit seinem Schwert zu töten. Oft genug verfehlt der Matador das Rückenmark und das Sterben dauert qualvoll lange.

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