Klimt-Bilder: Prominentes Komitee verlangt die "Reisefreiheit für Adele Bloch-Bauer"

Republik Österreich soll von einem Kauf absehen Grüne, Künstler & Co. für Rückgabe an Altmann

"Reisefreiheit für Adele Bloch-Bauer" verlangt ein vor allem aus Künstlern, Wissenschaftern und Grün-Politikern zusammengesetztes Komitee. Demnach soll die Republik auf einen Rückkauf der von Österreich an die Bloch-Bauer-Erben um Maria Altmann zurückzugebenden fünf Klimt-Bilder verzichten.

"Angesichts der nicht erfolgten Rückgabe dieser Bilder in den 40er und 50er Jahren, dem Beharren der Republik Österreich auf einer Nicht-Rückgabe auf Grund des Kunstrückgabegesetzes 1998, aber noch viel mehr wegen der Diskussionen der letzten Tage, wo, um einen günstigen Kaufpreis anzustreben, nicht davor zurückgeschreckt wird, die Neuschöpfung des Begriffs 'Museumswert' zu lancieren, sollen die Bilder nicht von Österreich gekauft werden dürfen. Wir fordern daher die Verantwortlichen auf, vom Vorkaufsrecht mit sofortiger Wirkung zurückzutreten und von einem Kauf im Namen der Republik Österreich abzusehen", heißt es in dem Aufruf.

Unterstützt wird die Initiative unter anderem vom Bezirksvorsteher von Wien-Neubau, Thomas Blimlinger, der nicht-amtsführenden Stadträtin Monika Vana (beide Grüne), der Sprachwissenschafterin Ruth Wodak sowie der Historikerin Eva Blimlinger.

(apa)