Killervirus H5N1: Die Vogelgrippe ist da!

Killervirus H5N1: Die Vogelgrippe ist da!

Anfang Jänner tötete die Vogelgrippe drei Kinder in der türkischen Provinzstadt Dogubayazit. NEWS berichtet vor Ort vom Kampf gegen die Seuche vor den Toren Europas. Armenhaus: Die Vogelgrippe trifft in Ost-Anatolien die Ärmsten der Armen mit voller Härte. Mit ihren Haustieren verlieren die Menschen ihre Existenzgrundlage.

Der Moment, als wir die Särge unserer toten Kinder tragen mussten, wird uns ewig im Gedächtnis bleiben. Das war die schlimmste Zeit unseres Lebens.“ Für Marifet und Zeki Kocyigit begann das Jahr 2006 mit einem nicht enden wollenden Alptraum: Innerhalb nur einer Woche mussten sie drei ihrer vier Kinder begraben. Der 14-jährige Mehmet Ali Kocyigit starb am Neujahrstag 2006. Seine 15-jährige Schwester Fatma kam am darauf folgenden Donnerstag ums Leben. Nur 24 Stunden später mussten sich die Eltern auch von der kleinen Hülya, 11, verabschieden. Die gemeinsame Diagnose: Tod durch das H5N1-Virus.

H5N1 wütet im Armenhaus der Türkei. Die ersten menschlichen Vogelgrippe-Fälle in den türkischen Provinzen Agri und Van haben eine Region getroffen, deren Armut für das westliche Europa unvorstellbar ist. Von Unterentwicklung und Arbeitslosigkeit geprägt, leben im östlichsten Grenzland der Türkei fast ausschließlich Kurden – der Großteil davon ohne Strom und Wasser, viele ohne Staatsbürgerschaft. In kleinen Ziegelbaracken wohnen und schlafen am Rand der Städte oft bis zu zehn Menschen. Alte Holzöfen bringen bei minus zehn Grad nur wenig Wärme in die kahlen Räume – optimale Bedingungen für die aggressive Vogelgrippe: Bei 22 Grad würde das H5N1-Virus nur vier Tage überleben, bereits bei null Grad hält es im Kot jedoch bis zu einen Monat durch, verkündete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der türkischen Tageszeitung „Milliyet“.

Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS
PLUS: Die Gefahr für Österreich wächst