Marihuana-Vergiftung von

Kiffer-Krankheit
gibt Ärzten Rätsel auf

Schon mal vom Cannabis-Hyperemesis-Syndrom gehört?

Ein Mann übergibt sich in die Kloschüssel © Bild: iStockphoto.com

Es fängt mit gelegentlichen Bauchschmerzen und Erbrechen an. Mit der Zeit treten die Symptome immer häufiger auf. Auch ihre Intensität nimmt zu. Im schlimmsten Fall endet die Sache mit Dehydrierung und Nierenversagen. Die Rede ist von der sogenannten Kiffer-Krankheit, im Fachjargon Cannabis-Hyperemesis-Syndrom (CHS) genannt. Sie stellt Ärzte nach wie vor vor ein Rätsel.

Beim Cannabis-Hyperemesis-Syndrom handelt es sich laut "welt.de" um eine Art Marihuanavergiftung. Es betrifft vor allem jene, die über einen längeren Zeitraum relativ viel kiffen. Während die Bauchschmerzen immer stärker werden, kann es sein, dass der Betroffene bis zu mehreren Malen am Tag erbrechen muss.

Eine Studie ging nun der Frage nach, ob es seit der Legalisierung von Cannabis im US-Bundesstaat Colorado im Jahr 2009 mehr CHS-Fälle gibt als zuvor. Das Ergebnis zeichnet eine klare Antwort: Rund doppelt so viele Patienten konsultierten wegen besagter Krankheit einen Arzt. Der immense Anstieg mag aber auch damit zusammenhängen, dass die Hemmschwelle, über den Marihuanakonsum zu sprechen, seit der Legalisierung gesunken ist.

Wie dem auch sei. Die Krankheit stellt die Ärzte in der Regel vor ein Rätsel. Eine Möglichkeit, die Symptome zu lindern, gibt es dennoch. Wenn sie auch etwas ungewöhnlich anmutet. Heißes Duschen, so heißt es, soll das Wohlbefinden des Betroffenen wieder steigern. Noch effektiver ist es aber wohl, gänzlich mit dem Kiffen aufzuhören.

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