Kein Stockerlplatz für ÖSV: Pärson gewinnt Super G in Cortina vor Mancuso und Kildow

Meissnitzer als beste Österreicherin auf 7. Rang 8. Götschl, Berger und Dorfmeister ex aequo 10.

Österreichs Ski-Damen haben die Olympia-Generalprobe im Super G verpatzt. Im dichten Schneetreiben feierte in Cortina d'Ampezzo die Schwedin Anja Pärson ihren 31. Weltcup-Sieg, den zweiten im Super G. Während mit Julia Mancuso (+0,34 Sek.) und Lindsey Kildow (+0,78) gleich zwei US-Amerikanerinnen auf die weiteren Podestplätze kamen, reichte es für die beste Österreicherin, die Salzburgerin Alexandra Meissnitzer (+1,28), nur zu Rang sieben.

Damit landete erstmals seit 21. Dezember 2004, als Michaela Dorfmeister in St. Moritz Vierte geworden war, keine ÖSV-Dame in der zweitschnellsten Alpin-Disziplin auf dem Podest. Vor allem im Olympia-Winter hatten die Österreicherinnen mit elf Stockerlrängen in den ersten fünf Rennen im Super G dominiert.

"In Anbetracht der Tatsache, dass ich im Moment wegen meiner Knieverletzung nicht hundertprozentig fit bin, kann ich mit diesem Platz schon zufrieden sein", meinte Meissnitzer. "Doch es wäre schöner gewesen, wenn eine von uns aufs Podest gekommen wäre."

Die Abtenauerin, die auf den Riesentorlauf verzichtet, war in dem wegen Schneefalls um zweieinhalb Stunden verschobenen Rennen eigentlich nur deshalb gestartet, um im Spezial-Weltcup nicht zu viel Terrain auf Spitzenreiterin Michaela Dorfmeister zu verlieren. Da die Niederösterreicherin ex aequo mit Silvia Berger (je +1,44) Zehnte wurde, holte sie nun sogar zehn Punkte auf. "So gesehen hat der Start hier seinen Zweck erfüllt", betonte "Meisi".

Götschl unzufrieden: Platz am Stockerl vergeben
Unmittelbar hinter der 32-Jährigen wurde Renate Götschl Achte (+1,33), wobei für die Steirerin weit mehr möglich gewesen wäre. "Es war ein schwieriges Rennen, in dem ich manchmal zu weit von der Linie weg war. Vor allem unten habe ich verloren, sonst wäre es sich mit dem Podest vielleicht noch ausgegangen", analysierte Götschl.

Nicole Hosp, die bei ihrer Super-G-Premiere in St. Moritz mit Platz drei gleich auf Anhieb den Sprung aufs Stockerl geschafft hatte, schied diesmal mit Torfehler aus. "Null Bodensicht", lautete der Kurzkommentar der Tirolerin zu den alles andere als optimalen Bedingungen. "Deshalb hat es mich wegen der vielen Bodenwellen praktisch permanent versetzt."

Endstand des Super-G der Damen:
1. Anja Pärson SWE 1:16,75 Min.
2. Julia Mancuso USA +0,34
3. Lindsey C. Kildow USA +0,78
4. Janica Kostelic CRO +1,02
5. Petra Haltmayr GER +1,09
6. Carole Montillet-Carles FRA +1,27
7. Alexandra Meissnitzer AUT +1,28
8. Renate Götschl AUT +1,33
9. Tina Maze SLO +1,34
10. Michaela Dorfmeister AUT +1,44
. Silvia Berger AUT +1,44
12. Kirsten L. Clark USA +1,48
13. Ingrid Jacquemod FRA +1,52
14. Nadia Styger SUI +1,59
15. Libby Ludlow USA +1,65
16. Andrea Fischbacher AUT +1,67
17. Martina Ertl-Renz GER +1,94
18. Martina Schild SUI +1,98
19. Chimene Alcott GBR +2,24
20. Daniela Ceccarelli ITA +2,25
21. Marlies Schild AUT +2,28
22. Karen Putzer ITA +2,38
23. Sherry Lawrence CAN +2,41
24. Kathrin Wilhelm AUT +2,45
25. Angelika Gruener ITA +2,54
26. Wendy Siorpaes ITA +2,57
27. Fränzi Aufdenblatten SUI +2,71
. Ingrid Rumpfhuber AUT +2,71
29. Jessica Lindell-Vikarby SWE +2,73
30. Daniela Merighetti ITA +2,81

(apa/red)